Mit dem Ende der fünften Jahreszeit liegt seit dem Heimspiel gegen den HSV der Fokus wieder voll auf dem Abstiegskampf. Die kommenden Wochen werden richtungsweisend, findet Sebastian Schneider.
Am Aschermittwoch ist bekanntlich alles vorbei. Es endete die fünfte Jahreszeit, und die Narren haben wieder Pause bis zum 11. November. Anders ist es bei unseren Nullfünfern, die berechtigterweise eher dezimiert beim Rosenmontagszug zu sehen waren. Nun beginnt eine wirklich wichtige Phase der Saison. Bei den kommenden Heimspielen sollte mehr herauskommen als am vergangenen Freitag. Nadiem Amiri bilanzierte richtig: „Zwei verlorene Punkte!“ Die Mannschaft warf in einem hart umkämpften Spiel wirklich alles hinein. Allerdings bleibt neben dem Ärger um den unglücklichen und regelwidrigen Freistoßtreffer des HSV auch ein wenig Glück auf unserer Seite hinsichtlich möglicher, ausgebliebener Platzverweise festzuhalten.
Die Fans auf den Tribünen zeigten sich auf jeden Fall von ihrer besten Seite. Es herrschte eine absolut vorzeigbare Flutlichtatmosphäre, auch im Gästeblock – abgesehen von den unnötigen Provokationen nach Spielende. Unverständlich, warum der HSV-Anhang das nötig hat.
Wenn die Unterstützung von den Rängen auf Mainzer Seite so weitergeht und alle Fans in der Kurve so mitziehen, sollte bei den kommenden, teils sehr schweren Heimspielen der Heimvorteil klar zu spüren sein. Die ausbleibende Konkurrenz durch die unterschiedlichen Fastnachtsveranstaltungen sollte nun auch dazu führen, dass trotz ausverkauftem Stadion wirklich alle Plätze belegt sind. Zudem werden die Temperaturen nun auch wieder angenehmer, und hoffentlich wird der März auch weniger nass, sodass die gemütliche Couch nicht mehr allzu sehr lockt. Deshalb sei allen gesagt: Kommt ins Stadion, kauft Tickets, damit jedes Spiel ein Heimspiel ist.
Insgesamt bleiben noch zehn Spieltage bis zum Saisonfinale in Heidenheim. Zu hoffen wäre jedoch, dass dieses Spiel zumindest für unser Team kein Finale um die hinteren Plätze wird. Dafür wäre die Fortsetzung der positiven Heimbilanz mithilfe der euphorischen rot-weißen Fans auf der Rheinhessentribüne auf jeden Fall zu wünschen. Die Chancen stehen jedenfalls gut, dass Fans und Mannschaft als eingeschworene Gemeinschaft zu Hause weiter kräftig Punkte sammeln und die schmerzlich verlorenen zwei Punkte vom vergangenen Freitag schnell wieder wettmachen.
Am letzten Spieltag vor der Straßenfastnacht geht es bei Mainz 05 traditionell im Stadion hoch her. Nils Wöhl zieht nach einem Premierenwochenende in seiner Fan-Kolumne Bilanz.
Am Sonntagnachmittag machten sich 858 Menschen auf den Weg zum Bruchwegstadion, um sowohl das 2. Ligaspiel der 05erinnen aber auch möglicherweise den Beginn einer neuen Tradition mitzuerleben. Der AG Identifikation der Fanabteilung hatte die grandiose Idee ein Fastnachtssingen zu veranstalten. Damit wurde etwas geschaffen, was in Deutschland seines Gleichen sucht.
Angeleitet wurden die Leute auf der Tribüne von den Mainzer Hofsängern auf dem Rasen. So wurde fröhlich gesungen und geschunkelt zu absoluten Klassikern sowohl aus der Mainzer Fastnacht wie auch aus dem Mainzer Stadion. Ob das Singen oder die umkämpfte Partie zuvor gegen Viktoria Berlin anstrengender war, wird das Geheimnis der 05erinnen bleiben. Trotz der Enttäuschung, nur mit einem, statt drei Punkte aus der Partie gekommen zu sein, war die Freude beim Fastnachtssingen ungetrübt. Lediglich der Verein gab eine traurige Figur ab und stattete die Spielerinnen nicht mit Fastnachtstrikots aus.
Es bleibt zu hoffen, dass abseits des Singens, das nicht zu einer Tradition wird.
Schon während des Spiels wurden Fastnachtslieder angestimmt – einmal mehr ohne Trommel oder Megafon, denn die sind dem Anhang verboten. Und so ist guter Support teuer, Anwohner fühlen sich in ihrer Sonntagsruhe gestört und reichen Lärmbeschwerden ein. Eine Thematik, die nicht nur für Fans, sondern auch für viele Sporttreibende, ein bekanntes Ärgernis ist.
Wenigstens aber bei einem Fastnachtssingen, einem gesellschaftlichen Kulturereignis in einer Fastnachtshochburg wie Mainz, sollte auf die Pauke gehauen werden dürfen.
Die Möglichkeit eine Sondergenehmigung bei der Stadt zu beantragen, kam der Verein nicht nach. Bisher priorisiert der Verein lieber gegnerische Fans als die eigenen. Bei Heimspielen der U23 in der Regionalliga Südwest wird diese Möglichkeit für Gästefans genutzt. Gastfreundschaft ist zwar auch eine Mainzer Tugend, aber an dem Punkt geht sie dann doch zu weit.
Und so bleibt am Ende lediglich der besondere Dank an die Initiatoren des Fastnachtssingen, die den 05erinnen eine zusätzliche Bühne geschaffen zu haben. Sichtbarkeit und Hörbarkeit sind von Nöten, wollen wir, dass an Wochenenden noch mehr Fans regelmäßig an den Bruchweg tingeln, um die 05erinnen zu unterstützen. Vielleicht also war der Fastnachtsspieltag nur ein Auftakt, um mehr Aufmerksamkeit für die Fanbelange rund um die 05erinnen zu schaffen.
Von besonderent Serien weiß Alex Schulz zu berichten und hofft auf den Start einer Siegesserie.
Der vergangene Spieltag wird mir wie vielen 05ERN in besonderer Erinnerung bleiben.
Für mich riss dank einer ausgewachsenen Influenza eine Serie und ich musste das 6. verpasste Pflichtspiel in der 29. Saison hinnehmen. Viele werden hier denken, dass das doch zu verkraften sei, aber lasst euch gesagt sein, es fühlte sich wie ein kräftiger Tiefschlag an, als der Anpfiff aus dem heimischen TV ertönte.
Hat vermutlich was mit tiefer Verbundenheit, Vereinstreue und absoluter Hingabe zu tun, wenn man so verrückt ist. Attribute, die auf jeden Fall auf jemanden zutreffen, der in Leipzig im Gegensatz zu mir seine Serie ausbauen durfte. Stefan Bell absolvierte sein 300. Spiel in der ersten Bundesliga. Und alle für genau einen Verein! Mainz 05. Jetzt könnte ich schwärmen, wie bodenständig unser Bello ist. Wie loyal, selbst als er die Chance hatte, in womöglich andere Sphären zu wechseln. Aber ich bin mir sicher, jeder 05ER weiß das alles. Stefan Bell hat mehr Tradition als…ne…ist mir zu billig!
DANKE BELLO!
Was dabei noch auffällt: 300 Spiele mit Verletzungen und Formkrisen sind mindestens 10 Saisons in der höchsten Spielklasse. Und Stefan Bell ist ja noch ein junger Hüpfer. Die erstklassige Geschichte von Mainz 05 geht schon ein paar Jahre länger als seine Karriere. Wer will uns da noch erzählen, wir gehörten nicht in die Bundesliga?
Wenn man sieht, welche Namen und Qualität Teams wie unser Gegner von der Bank bringen, sollte man das einfach viel mehr wertschätzen. Vielleicht erinnert so ein Jubiläum manch einen mal daran. Jedes Jahr Bundesliga ist harte Arbeit und erfordert das perfekte Ineinandergreifen vieler kleiner Zahnräder.
Gerissen ist kurz nach Anpfiff leider nicht irgendeine Serie,sondern die Achillessehne bei Benedict Hollerbach. Der Junge hat es echt nicht leicht bei uns. Von Beginn an lastet ein riesen Druck dank einer Rekordablöse auf ihm und gerade als sich da was entwickelt, ist die Saison vermutlich für ihn gelaufen. Komm schnell wieder auf die Beine und zeig dann deinen Kritikern, was du für ein Kämpfer sein kannst!
Am Ende hat eine wichtige Serie gehalten: in Leipzig nicht verloren! Und besser noch, es wurden nicht unverdiente 3 Punkte mitgenommen, die uns vom direkten Abstiegsplatz verschwinden ließen. Soooo wichtig!
Dazu beendeten wir eine lange Serie an nicht gewonnenen Auswärtsspielen. Auch das wurde Zeit!
Mein Fanherz hat am Samstag ordentlich geblutet, dass ich genau zu so einem Spiel die Reise nach Leipzig nicht antreten konnte. Was aber bleibt ist die Hoffnung, dass es uns im Mai doch nochmal mit unserem Verein dorthin verschlägt. Denn wir haben ja noch einen weiteren Wettbewerb und da gibt es noch ne Serie ins Ziel zu bringen.
Bis dahin schauen wir gemeinsam, dass Bello noch vieleGelegenheiten bekommt, seine Bundesligaserie auszubauen, denn gewonnen ist leider noch nichts.
Was dabei hilft? Eine Serie an Siegen! Und die holen wir immer nur gemeinsam. Am besten live und laut im Stadion oder ausnahmsweise auch mal krank vorm TV oder Radio.
Am Sonntagnachmittag machten sich 858 Menschen auf den Weg zum Bruchwegstadion, um sowohl das 2. Ligaspiel der 05erinnen aber auch möglicherweise den Beginn einer neuen Tradition mitzuerleben. Der AG Identifikation der Fanabteilung hatte die grandiose Idee ein Fastnachtssingen zu veranstalten. Damit wurde etwas geschaffen, was in Deutschland seines Gleichen sucht.
Angeleitet wurden die Leute auf der Tribüne von den Mainzer Hofsängern auf dem Rasen. So wurde fröhlich gesungen und geschunkelt zu absoluten Klassikern sowohl aus der Mainzer Fastnacht wie auch aus dem Mainzer Stadion. Ob das Singen oder die umkämpfte Partie zuvor gegen Viktoria Berlin anstrengender war, wird das Geheimnis der 05erinnen bleiben. Trotz der Enttäuschung, nur mit einem, statt drei Punkte aus der Partie gekommen zu sein, war die Freude beim Fastnachtssingen ungetrübt. Lediglich der Verein gab eine traurige Figur ab und stattete die Spielerinnen nicht mit Fastnachtstrikots aus.
Es bleibt zu hoffen, dass abseits des Singens, das nicht zu einer Tradition wird.
Schon während des Spiels wurden Fastnachtslieder angestimmt – einmal mehr ohne Trommel oder Megafon, denn die sind dem Anhang verboten. Und so ist guter Support teuer, Anwohner fühlen sich in ihrer Sonntagsruhe gestört und reichen Lärmbeschwerden ein. Eine Thematik, die nicht nur für Fans, sondern auch für viele Sporttreibende, ein bekanntes Ärgernis ist.
Wenigstens aber bei einem Fastnachtssingen, einem gesellschaftlichen Kulturereignis in einer Fastnachtshochburg wie Mainz, sollte auf die Pauke gehauen werden dürfen.
Die Möglichkeit eine Sondergenehmigung bei der Stadt zu beantragen, kam der Verein nicht nach. Bisher priorisiert der Verein lieber gegnerische Fans als die eigenen. Bei Heimspielen der U23 in der Regionalliga Südwest wird diese Möglichkeit für Gästefans genutzt. Gastfreundschaft ist zwar auch eine Mainzer Tugend, aber an dem Punkt geht sie dann doch zu weit.
Und so bleibt am Ende lediglich der besondere Dank an die Initiatoren des Fastnachtssingen, die den 05erinnen eine zusätzliche Bühne geschaffen zu haben. Sichtbarkeit und Hörbarkeit sind von Nöten, wollen wir, dass an Wochenenden noch mehr Fans regelmäßig an den Bruchweg tingeln, um die 05erinnen zu unterstützen. Vielleicht also war der Fastnachtsspieltag nur ein Auftakt, um mehr Aufmerksamkeit für die Fanbelange rund um die 05erinnen zu schaffen.