Ein besonderer Serienmarathon

Von besonderent Serien weiß Alex Schulz zu berichten und hofft auf den Start einer Siegesserie. 

Der vergangene Spieltag wird mir wie vielen 05ERN in besonderer Erinnerung bleiben.

Für mich riss dank einer ausgewachsenen Influenza eine Serie und ich musste das 6. verpasste Pflichtspiel in der 29. Saison hinnehmen. Viele werden hier denken, dass das doch zu verkraften sei, aber lasst euch gesagt sein, es fühlte sich wie ein kräftiger Tiefschlag an, als der Anpfiff aus dem heimischen TV ertönte.

Hat vermutlich was mit tiefer Verbundenheit, Vereinstreue und absoluter Hingabe zu tun, wenn man so verrückt ist. Attribute, die auf jeden Fall auf jemanden zutreffen, der in Leipzig im Gegensatz zu mir seine Serie ausbauen durfte. Stefan Bell absolvierte sein 300. Spiel in der ersten Bundesliga. Und alle für genau einen Verein! Mainz 05. Jetzt könnte ich schwärmen, wie bodenständig unser Bello ist. Wie loyal, selbst als er die Chance hatte, in womöglich andere Sphären zu wechseln. Aber ich bin mir sicher, jeder 05ER weiß das alles. Stefan Bell hat mehr Tradition als…ne…ist mir zu billig!

DANKE BELLO!

Was dabei noch auffällt: 300 Spiele mit Verletzungen und Formkrisen sind mindestens 10 Saisons in der höchsten Spielklasse. Und Stefan Bell ist ja noch ein junger Hüpfer. Die erstklassige Geschichte von Mainz 05 geht schon ein paar Jahre länger als seine Karriere. Wer will uns da noch erzählen, wir gehörten nicht in die Bundesliga?

Wenn man sieht, welche Namen und Qualität Teams wie unser Gegner von der Bank bringen, sollte man das einfach viel mehr wertschätzen. Vielleicht erinnert so ein Jubiläum manch einen mal daran. Jedes Jahr Bundesliga ist harte Arbeit und erfordert das perfekte Ineinandergreifen vieler kleiner Zahnräder.

Gerissen ist kurz nach Anpfiff leider nicht irgendeine Serie,sondern die Achillessehne bei Benedict Hollerbach. Der Junge hat es echt nicht leicht bei uns. Von Beginn an lastet ein riesen Druck dank einer Rekordablöse auf ihm und gerade als sich da was entwickelt, ist die Saison vermutlich für ihn gelaufen. Komm schnell wieder auf die Beine und zeig dann deinen Kritikern, was du für ein Kämpfer sein kannst!

Am Ende hat eine wichtige Serie gehalten: in Leipzig nicht verloren! Und besser noch, es wurden nicht unverdiente 3 Punkte mitgenommen, die uns vom direkten Abstiegsplatz verschwinden ließen. Soooo wichtig!

Dazu beendeten wir eine lange Serie an nicht gewonnenen Auswärtsspielen. Auch das wurde Zeit!

Mein Fanherz hat am Samstag ordentlich geblutet, dass ich genau zu so einem Spiel die Reise nach Leipzig nicht antreten konnte. Was aber bleibt ist die Hoffnung, dass es uns im Mai doch nochmal mit unserem Verein dorthin verschlägt. Denn wir haben ja noch einen weiteren Wettbewerb und da gibt es noch ne Serie ins Ziel zu bringen.

Bis dahin schauen wir gemeinsam, dass Bello noch vieleGelegenheiten bekommt, seine Bundesligaserie auszubauen, denn gewonnen ist leider noch nichts.

Was dabei hilft? Eine Serie an Siegen! Und die holen wir immer nur gemeinsam. Am besten live und laut im Stadion oder ausnahmsweise auch mal krank vorm TV oder Radio.

Wandern auf dem Heidschnuckenweg: 5 Tipps

Du planst auf dem Heidschnuckenweg zwischen Hamburg und Celle zu wandern? Vielleicht möchtest Du diesen beliebten Weitwanderweg sogar mit Gepäck komplett bewältigen? Wir sind den Heidschnuckenweg in mehreren Abschnitten zwischen Ostern 2023 und Ostern 2024 komplett abgewandert. Vielleicht helfen Dir diese fünf Tipps bei der Planung Deines Outdoor-Abenteuers. Es existiert eine hilfreiche Seite zum Heidschnuckenweg. Diese gibt einen ersten guten Einblick, lässt meiner Meinung nach allerdings an manchen Stellen zu Wünschen übrig, was die Nutzung der Seite in der Praxis angeht.

Teilung der vorgeschlagenen Etappen
Zusammenlegen von Etappen
Die Krux mit der Übernachtung
Terminierung ist alles
Nutzung von Fahrrädern
Fazit

Blick vom Wilseder Berg
Blick vom Wilseder Berg auf die Heidelandschaft auf der Etappe 4

Teilung der vorgeschlagenen Etappen beim Wandern auf dem Heidschnuckenweg

    Der Weg ist 223 km lang. Das Wandern auf dem Heidschnuckenweg ist absolut lohnend. Auf der offiziellen Webseite wird er in insgesamt 13 Etappen von Nord (Hamburg-Fischbek) bis Süd (Celle) unterteilt. Die Länge der Etappen variieren deutlich. Zwischen 7 km (Etappe 9) und 27 km (Etappe 13) ist alles dabei. Wer zum ersten Mal einen Weitwanderweg gehen möchte, ist vielleicht noch nicht richtig fit und möchte nicht gleich über 20 km am ersten Tag laufen. Genau das erwartet dich allerdings, wenn du dich strikt an die vorgeschlagenen Etappen hältst. Das kann zu einer echten Herausforderung werden, denn sowohl die Etappe 1 (26 km) als auch Etappe 13 (27 km) sind sehr lang.

    Der Grund für diese langen Etappen liegt an der fehlenden Infrastruktur für Weitwandernde. Es gibt zwischendrin keine Gasthöfe. Allerdings lassen sich beide Etappen so erwandern, dass man zwischendrin „abbrechen“ kann und die Tour am Folgetag an der „Abbruchstelle“ fortsetzen kann.

    Die Etappe 1 führt von Hamburg-Fischbek in 26 km nach Buchholz. Konkret bedeutet das, dass du diese Etappe in Nenndorf nach 16 km unterbrechen kann. Von der Bushaltestelle „Schulstraße“ fährt ein Bus zum Bahnhof in Klecken. Von dort geht es mit der Bahn entweder nach Buchholz (Etappenende) oder zurück nach Hamburg geht. Am Folgetag kannst du die 10 km von Nenndorf nach Buchholz weiterwandern. So wird aus einem sehr anstrengenden ersten Tag ein guter Einstieg in den Heidschnuckenweg. Wir sind die Etappe 1 komplett gewandert und waren entsprechend fertig nach dem ersten Tag.

    Wer in Celle startet, kann es noch ein wenig gemütlicher beginnen. Die Etappe 13 führt von Celle in 27 km nach Dehningshof. Warum Dehningshof auch ein schlecht gewählter Etappenort ist, dazu später mehr. Auch diese Etappe kannst du teilen. Dank des CeBus, der Celle mit Vororten und Nachbargemeinden verbindet, kann du die Tour zum Beispiel hinter Scheuen an der Haltestelle „Reiherberg“ nach ca. 13 km unterbrechen. Du kannst nach Celle zurückfahren und am nächsten Tag die Tour fortsetzen.

    In umgekehrter Richtung ist das ebenfalls möglich. Sprich du startest bei Etappe 1 in Buchholz und wanderst 10 km nach Nenndorf. Am letzten Tag auf dem Heidschnuckenweg wanderst du dann 16 km nach Hamburg-Fischbek. Auf der Etappe 13 wanderst du von Dehningshof 14 km nach Scheuen und steigst in den Bus nach Celle. Am Folgetag liegen dann noch 13 km bis zum Ende des Heidschnuckenwegs vor dir. Ob du teilweise mit Tagesgepäck oder dem gesamten Gepäck unterwegs wanderst, bleibt dir natürlich selbst überlassen.

    Übrigens ist es nach unserer Auffassung egal, in welcher Richtung den Heidschnuckenweg gehst. also von Hamburg nach Celle oder von Celle nach Hamburg. Warum wir ihn teilweise in umgekehrter Richtung, also von Süd nach Nord gewandert sind, obwohl wir von Hamburg nach Celle unterwegs waren, erfährst du später.

    Wanderung zum Celler Schloss
    Südliches Ziel des Heidschnuckenwegs und der Etappe 13: das Schloss in Celle

    Zusammenlegung von Etappen beim Wandern auf dem Heidschnuckenweg

    Wie bereits beschrieben sind die unterschiedlichen Etappenlängen der fehlenden Infrastruktur in Form von Gasthöfen unterwegs geschuldet. Es gibt aber auch die Möglichkeit, Etappen teilweise zusammenzulegen. Natürlich kannst du mehrere Etappen an einem Tag zurücklegen, wenn du entsprechend fit bist. Es ist aber auch möglich, mit ein wenig Kondition 3 Etappen an zwei Tagen zurückzulegen. Dies bietet sich zum Beispiel hinter Buchholz an. Die Etappe 2 führt in 15 km von Buchholz nach Handeloh. Auf der Etappe 3 geht es von Handeloh in 17 km nach Undeloh. Die Etappe 4 führt von Undeloh in 14 km nach Niederhaverbeck.

    Wir sind am zweiten Tag von Buchholz (Beginn Etappe 2) nach Wesel (auf der Etappe 3) gewandert. Nach den 15 km der Etappe 2 haben wir noch 9 km der Etappe 3 absolviert. Am dritten Tag legten wir die 8 km der Etappe 3 und die 14 km der Etappe 4 zurück. In Wesel gibt es einen Gasthof der dazu noch direkt am Heidschnuckenweg liegt und sich somit für eine Unterbrechung eignet.

    Wandern auf dem Heidschnuckenweg durch Urwald
    Auf der Etappe 3 geht es zwischen Handeloh und Undeloh durch Urwald

    Die Krux mit der Übernachtung beim Wandern auf dem Heidschnuckenweg

    Auf den Etappen 5 (Niederhaverbeck bis Bispingen 17 km) und 6 (Bispingen – Soltau 23 km) sind die Etappen aus unserer Sicht gut geplant und mangels Infrastruktur nicht wirklich anders durchzuführen. Die Etappe 6 lässt sich gegebenenfalls teilen, wenn du im Heidepark Soltau nach 16 km übernachtest und am nächsten Tag die 7 km bis Soltau läuft. Wir sind diese Etappe jedoch durchgewandert.

    Dass man in Hamburg, Buchholz oder Celle zweimal übernachtet, um die Etappe 1 bzw. 13 zu teilen, habe ich ja bereits erwähnt. Allerdings ist die Infrastruktur, wahrscheinlich durch die Pandemie, weiter reduziert worden, so dass es teilweise am Etappenende gar keine Übernachtungsmöglichkeiten mehr gibt. Auf der offiziellen Webseite des Heidschnuckenwegs werden immer wieder Übernachtungsmöglichkeiten suggeriert, die sich in der Realität als nicht nutzbar herausstellen. Sei es, weil es sich nicht um klassische Gasthöfe handelt, sondern um Ferienhäuser mit sehr geringen Zimmerangeboten. Sei es, dass drei Tage Mindestübernachtungen gefordert werden, was auf einem Weitwanderweg natürlich komplett an der Realität vorbeigeht.

    Dies betrifft zum Beispiel die Etappe 7 von Soltau nach Wietzendorf (18 km). Die Länge der Tour ist ideal, jedoch wird es schwer, am Zielort der Etappe einen Gasthof zu finden. Daher haben wir in Soltau zwei Nächte verbracht. Zur Etappe 10 (Faßberg – Oberroher Heide) schreibe ich weiter unten etwas.

    Auch am Ende der Etappe 12 ist es unmöglich, für eine Nacht eine Herberge zu finden. Daher mussten wir in Oldendorf übernachten, was 3 km vom Heidschnuckenweg entfernt liegt. Wer genau aufgepasst hat, weiß, dass die Etappe 13 mit 27 km ohnehin schon lang ist. Schlägt man nun 3 km obendrauf, können diese 30 km sehr lang werden, wenn man nicht in Scheuen die Tour unterbricht und am nächsten Tag die Tour fortsetzt.

    Wandern auf dem Heidschnuckenweg an Teichen entlang
    Morgens auf dem Weg von Oldendorf zurück auf den Heidschnuckenweg Etappe 12/13

    Terminierung ist alles

    Wie bereits an mehreren Stellen erwähnt, haben wir die öffentlichen Verkehrsmittel mehrmals genutzt, um den Heidschnuckenweg komplett zu absolvieren. Das neu eingeführte Deutschland-Ticket ist natürlich ein Segen, denn es wird überall auf dem Heidschnuckenweg akzeptiert. Wenn du dich entschieden hast, den Heidschnuckenweg zu absolvieren und Öffis als Lösung des Übernachtungsproblems nutzen möchtest, versuche sie so einzusetzen, dass du sie an Werktagen nutzt.

    Auf den Etappen 7 (Soltau – Wietzendorf) und 8 (Wietzendorf – Müden) ist dies besonders wichtig. Wenn du in Soltau zwei Nächte verbringst, ist es ratsam, die Etappe 7 von Wietzendorf nach Soltau werktags zu laufen – also gegebenenfalls in umgekehrter Richtung, selbst wenn du eigentlich von Hamburg nach Celle unterwegs bist. Warum? Weil die Öffis hier so selten fahren und es werktags morgens auf jeden Fall eine Verbindung gibt. Nachmittags am Ende der Etappe 7 musst Du gegebenenfalls lange auf einen Bus von Wietzendorf nach Soltau warten. Wir sind sowohl für die Etappe 7 und die Etappe 8 morgens mit dem Bush von Soltau nach Wietzendorf an einem Donnerstag und Freitag gefahren, so dass wir jedes Mal direkt mit dem Wandern beginnen konnten.

    Möchtest Du den Heidschnuckenweg nicht komplett laufen und ihn unterbrechen, bietet sich Soltau als Unterbrechung an. Von Hamburg nach Soltau sind es 110 km, von Soltau nach Celle 113 km. Einen besseren Ort zum Unterbrechen gibt es nicht, da von Soltau täglich genügend Züge nach Norden und Süden fahren. Möchtest Du erst in Weesen oder schon vorher in Bispingen unterbrechen, ist es durchaus möglich, dass es keinen Bus am Sonntag gibt, der dich zum nächsten Bahnhof bringt.  

    Heidschnucken am Grasen in der Südheide
    Heidschnucken kann man auf mehreren Etappen des Heidschnuckenwegs begegnen, z.B. auf den Etappen 10/11

    Nutzung von Fahrrädern

    Vielleicht möchtest du nicht fast zwei Wochen auf dem Heidschnuckenweg wandern? Dann ist die angesprochene Teilung sinnvoll. Beide Teile haben wunderschöne Abschnitte aber auch monotone Strecken, gerade vor und hinter Soltau. Daher können wir nicht sagen, dass der nördliche oder der südliche Teil lohnenswerter ist. Aber 13 Tage sind immer noch eine lange Zeit, auch wenn man die Tour auf mehrere Reisen aufteilt.

    Im Bereich der Südheide führt der Heidschnuckenweg alles andere als zielstrebig nach Süden in Richtung Celle. Allerdings sind diese Etappen auch die schönsten des südlichen Teils des Heidschnuckenwegs. Die Etappe 9 führt 7 km von Müden nach Faßberg, die Etappe 10 in 19 km von Faßberg in die Oberroher Heide und die Etappe 11 von der Oberroher Heide in 11 km nach Weesen. In der Oberroher Heide gibt es überhaupt keine Übernachtungsmöglichkeit. Daher gibt es auch eine Variante von Müden, dem Beginn der Etappe 9 nach Weesen dem Ende der Etappe 11. Diese 12 km lassen sich leicht erwandern, es gibt in beiden Orten Gasthöfe, aber man verpasst einen schönen Teil der Heide. Diese Variante führt durch Herrmannsburg, einen vergleichsweise großen Ort mit zahlreichen Gasthöfen.

    Wir haben Etappe 8 (Wietzendorf – Müden 14 km) um die Wanderung von Müden nach Herrmansburg um 8 km verlängert. Sowohl in Müden als auch in Herrmannsburg gibt es die Möglichkeit, Fahrräder zu mieten. In einer großen Runde von zirka 41 km lassen sich mit dem Rad die Etappen 9 bis 11 absolvieren. Von Herrmannsburg sind es zu Fuß zirka 4 km nach Weesen. Von dort kannst du die Etappe 12 nach Dehningshof (13 km) starten. Insgesamt wären es 17 km, die du an einem Tag zurückzulegen musst.

    Radfahren in der Südheide
    Unterwegs mit dem Leihfahrrad auf den Etappen 9, 10, 11

    Fazit zum Wandern auf dem Heidschnuckenweg

    Das Wandern auf dem Heidschnuckenweg ist ein tolle Erfahrung. Von Ostern bis Oktober sollte es nicht zu kühl sein. Die Sommermonate könnten aufgrund der Hitze problematisch sein. Wir sind an Ostern und rund um den 3. Oktober gewandert. Zu beiden Zeiten gab es genügend Zimmerkapazitäten, was vielleicht rund um die Mai-Feiertage schon wieder anders aussehen kann. Dass die Heide an Ostern noch nicht blüht, ist natürlich ein Manko, was uns allerdings nicht so sehr störte. Die Ruhe und Einsamkeit auf diesem Fernwanderweg haben uns sehr zugesagt. An manchen Tagen sind uns nur eine Handvoll Menschen unterwegs begegnet, was wir sehr zu schätzen wussten.

    Die Gasthöfe, in denen wir übernachtet haben, können wir allesamt empfehlen. In Niederhaverbeck, Weesen und Oldendorf (Dehningshof) gab es außerhalb des Gasthofs kaum eine kulinarische Alternative. Dadurch ist der Heidschnuckenweg kein günstiges Vergnügen. Es ist zwar immer mal möglich, auch auf einen Campingplatz zu zelten, aber ob das in allen Orten möglich ist, müsstest du entsprechend recherchieren.

    Auf der Webseite des Heidschnuckenwegs findest du Informationen zu Trinkwasserstellen und zu Verpflegungsmöglichkeiten auf der Strecke. Bei der optimalen Terminierung solltest du auch bedenken, dass die Supermärkte in Buchholz, Handeloh, Bispingen, Soltau, Herrmannsburg und Celle sonntags und an Feiertagen geschlossen sind und somit nur Tankstellen eine Alternative zu Restaurants sind. In allen Gasthöfen gibt es Angebote für Menschen, die sich vegetarisch ernähren. Meist gab es auch eine vegane Option.

    Wir hatten eine tolle Zeit auf dem Heidschnuckenweg. Heidschnucken sind wir auch immer mal wieder begegnet, so zum Beispiel in der Nähe von Wilsede, auf der Oberroher Heide und in der Nähe von Scheuen. Ich hoffe, die Tipps helfen dir bei deiner Planung einer Wanderung auf dem Heidschnuckenweg weiter.  

    Alle Blogbeiträge zum Thema Reisen

    Unterwegs auf dem Main(z)Radweg

    Die schönste Art eine Reise zu beginnen, ist für mich persönlich die, bei der ich mich quasi von der Haustür ab im Reisemodus befinde – ohne Anfahrt zu einem Startpunkt der Reise. Autofahrten zählen da für mich genauso wenig dazu wie Flüge, Bahn- oder Busfahrten. Bisher ist mir das erst einmal gelungen: Meine Weltreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu der ich 2002 aufbrach. Ich startete in einem Mainzer Vorort mit dem Bus, fuhr zum Hauptbahnhof und setzte mich in den Regionalexpress nach Saarbrücken und übernachtete die erste von 365 Nächten im französischen Reims. Aber sonst war es mir bisher nicht gelungen, mich von der Haustür ab auf eine Reise zu begeben – bis zum Sommer 2020.

    Start des MainRadwegs in Mainz-Kastel

    In diesem ersten Pandemiesommer kamen wir auf die Idee, über die Mainzer Theodor-Heuß-Brücke nach Mainz-Kastel zu radeln und von dort den MainRadweg flussaufwärts entlang zu fahren. Dieser Premiumradweg beginnt quasi direkt vor unserer Haustür und schlängelt sich durch die drei Bundesländer Hessen, Baden-Württemberg und Bayern über mehr als 500 Kilometer quer durch die Mitte Deutschlands. Im ersten Pandemiesommer waren Tests und Impfungen noch unbekannt, die Inzidenzen niedrig und der Glaube groß, das Schlimmste hinter sich gelassen zu haben. So starteten wir auf unsere erste Etappe nach Frankfurt am Main. Damals nahmen wir alle an, dass die AHA-Regeln ausreichten, um sich nicht anzustecken. Mutationen gab es noch nicht und die Übernachtung im Hotel und das Essen in Innenräumen galten als nicht wirklich riskant.

    Die Fahrt in Richtung Bankenstadt mal nördlich, mal südlich des Mains war abwechslungsreich und führte quasi immer über Radwege und immer gut markiert in Richtung Osten. Das Rhein-Main-Gebiet über Offenbach bis nach Aschaffenburg mit dem Rad zu durchqueren ist meiner Meinung nach eine Reise, die sich für alle Radelnde aus der Region sehr lohnt. Natürlich hat nicht jede:r die Zeit, sich mehrere Wochen auf den Drahtesel zu setzen. Aber der Abschnitt Mainz – Aschaffenburg lässt sich in zwei Tagen wunderbar bewältigen. Belohnt werden Radelnde mit flachen Wegen durch viel Natur und an recht wenig urbanen Tücken wie Ampeln, Stau, Menschenmengen und motorisierten Verkehrsteilnehmenden vorbei.

    Ankunft in Frankfurt am Main

    Gerade die Uferpromenaden in Frankfurt und Offenbach waren sehr beeindruckend. Danach ging es über Wiesen, Felder und durch Wäldchen direkt am Main entlang bis zum imposanten Schloss Aschaffenburg. Hinter der Stadt wurde das Maintal recht schnell enger und manchmal führte der MainRadweg neben der Bundesstraße auf der Spessart- oder Odenwaldseite entlang. Miltenberg war uns persönlich ein wenig zu überlaufen, unser dritter Übernachtungsstopp Wertheim hat uns hingegen sehr zugesagt. Hier mündet die Tauber in den Main und eine Burg wartet, erklommen zu werden.

    Wir radelnden die vielen Mainschleifen nach Norden und Süden und kamen am vierten Tag in Lohr am Main an. Wie in Wertheim war es auch hier nicht so hektisch – das war Ende August 2020 aber auch dem Wetter geschuldet, denn es regnete den ganzen Nachmittag und Abend munter drauf los. Regen auf Fernradtouren in Deutschland ist eigentlich normal. Daher ist es wichtig, sich mit dem richtigen Gepäck aufs Rad zu schwingen. Waren früher auch Taschen aus Segeltuch bei Radlern sehr beliebt, bieten mittlerweile viele Hersteller Taschen aus einer Art „LKW-Plane“ an, die hundertprozentig wasserdicht und sehr robust ist. Allerdings ist das durch die Verwendung von PVC nicht unbedingt die umweltfreundlichste Variante. Aber mittlerweile bieten Hersteller auch PVC-freie Varianten an, die etwas teurer sind.

    Schloss in Aschaffenburg

    Am nächsten Tag war das Wetter wieder besser und wir radelten von Lohr über das schöne Gemünden, das zum Glück nicht so überlaufen war, weiter bis nach Würzburg. Die immer häufiger auftauchenden Weinberge erinnerten ein wenig an die Mosel und wir waren in Weinfranken angekommen. Im Nachhinein ist die Strecke von der Mündung bei Mainz bis nach Würzburg für uns eindeutig der schönste Teil des MainRadwegs. Die Route folgte fast permanent dem Fluss und die Blicke in den Odenwald und Spessart zwischen Aschaffenburg und Würzburg waren oft wunderschön.

    Unterwegs durch die Streuobstwiesen in Mainfranken

    In Würzburg unterbrachen wir die Tour und fuhren mit dem Zug nach Mainz zurück. Das Schöne an den relativ kurzen Etappen des MainRadwegs ist die Möglichkeit, Arbeit und Freizeit perfekt zu kombinieren. So war es mir möglich morgens zu arbeiten und nachmittags zu radeln. Alle Etappenorte boten 4G/LTE und so war das Arbeiten mit Laptop und Internet problemlos möglich zumal auch die meisten Hotels mittlerweile einigermaßen schnellen WLAN anbieten. Eigentlich wollten wir bereits ein paar Wochen später im Herbst 2020 von Würzburg aus den MainRadweg weiterradeln, doch das Wetter machte unserer Planung einen Strich durch die Rechnung. Der September war zu durchwachsen und der Oktober für uns schon ein wenig zu kühl zum Radeln. Daher vorschoben wir den zweiten Teil auf das Frühjahr 2021.

    In Würzburg wurde die Tour unterbrochen…für 10 Monate

    Allerdings machte uns die Pandemie zunächst einen Strich durch die Rechnung, da touristische Reisen von November 2020 bis in den Mai 2021 untersagt waren. Auch das Sicherheitsempfinden hatte sich geändert. Im Mai 2021 reisten wir daher zunächst durch Modellregionen Schleswig-Holsteins und empfanden es in jenen Regionen als angenehm, in denen wir das Frühstück im eigenen Zimmer zu uns nehmen durften.

    Für mehr als 7 Monate waren touristische Übernachtungen verboten, geschäftliches Reisen war allerdings nie untersagt. Und plötzlich Mitte Mai ging alles ganz schnell. Die Hotels durften Tourist:innen wieder empfangen und auch die Innengastronomie durfte wieder öffnen. Es gab zwar Testverpflichtungen bzw. die Nachweispflicht für Geimpfte und Genesene, aber es ist auch klar, dass Tests keine hundertprozentige Sicherheit bieten, da es ja immer ein Zeitfenster gibt, zwischen Testung und Aufenthalt im Innenraum eines Restaurants. Und dass Geimpfte und Genesene das Virus womöglich weitertragen können, ist bisher auch nicht ausgeschlossen. Daher wollten wir die Innengastromie unbedingt meiden, gleichzeitig aber die Radtour fortsetzen.

    Eine der unzähligen Mainüberquerungen hier bei Ochsenfurt

    Daher waren für uns nun ganz andere Kriterien bei der Hotelauswahl entscheidend. War es möglich, draußen zu frühstücken? Dazu schauten wir uns die Bilder der Hotels im Netz an, waren aber manchmal auch nicht wirklich daraus schlau geworden. Leider schreiben Hotels grundsätzlich wenig bis gar nichts dazu, ob sie die Möglichkeit bieten, draußen zu frühstücken.

    Wenn wir uns das Verhalten der anderen Reisenden anschauten, die sich einfach an die Regeln hielten, sich aber anscheinend ansonsten keinen Kopf um eine mögliche Ansteckung machten, kamen wir uns schon ein wenig übervorsichtig vor – hielten unserer Verhalten dennoch für angemessen.

    Ende Juni 2021 machten wir uns schließlich daran, den zweiten Streckenabschnitt zu absolvieren. Mit den Rädern in der Bahn ging es mit dem Quer-durchs-Land-Ticket nach Würzburg. Hatten wir es im letzten Jahr mit der Bahn noch geschafft, ein oder zwei Tage vor der Rückfahrt eine Radreservierung für einen InterCity von Würzburg nach Mainz vorzunehmen, waren dieses Mal alle Verbindungen bereits Tage zuvor ausgebucht. Das Quer-durchs-Land-Ticket der Bahn ist für zwei Leute mit 49 Euro eine gute Alternative, da man am Reisetag am Wochenede alle Züge des Nahverkehrs nehmen kann und werktags ab 9 Uhr morgens. So waren wir flexibel und brauchten keine Angst vor Zugausfällen oder verpassten Anschlüssen zu haben. Dazu kauften wir noch eine Fahrrad-Karte Deutschland für 6 Euro pro Rad.

    Ankunft in Kitzingen

    Vom Hauptbahnhof in Würzburg aus sind es nur wenige Hundert Meter bis zum Mainufer und zum MainRadweg. An unzähligen Wiesen geht es flussaufwärts aus der Stadt hinaus nach Süden. Mit Ochsenfurt, Marktbreit und Kitzingen warteten die nächsten kleinen Städte mit schönem mittelalterlichen Stadtbild darauf, entdeckt zu werden.

    Hinter Kitzingen zieht der Main wieder viele Schleifen, die Berümteste ist die Mainschleife bei Volkach. Diese lässt sich vom Rad auf dem MainRadweg nicht wirklich erkennen. Vor Jahren sind wir hier gewandert und tatsächlich laden viele Orte am MainRadweg zu einem Zwischenstopp ein, um die Region per Pedes zu entdecken. Die ersten Wallfahrtskirchen zeigen, dass wir längst in der weiß-blauen Idylle Bayerns angekommen sind. Gar nicht so idyllisch kommt dann die Industriestadt Schweinfurt daher. Sie bietet allerdings die Möglichkeit, auf einer Maininsel zu übernachten. Die ersten Kilometer hinter Schweinfurt verläuft der MainRadweg paradiesisch anmutend an zahlreichen Picknickplätzen vorbei. Manchmal ist allerdings die Wegführung des MainRadwegs etwas fraglich, insbesondere hinter Haßfurt. Dort führt der Weg nach Zeil am Main auf einem Radweg entlang einer vielbefahrenen Bundesstraße. Vom Main war hier überhaupt nichts zu sehen, obwohl es von Haßfurt einen Radweg zum Main gibt, der weiter nach Sand am Main am Fluss entlangführt. Denn auch von Zeil am Main führt der MainRadweg nach Sand am Main. Später geht es auf Radwegen zwischen den Orten neben einer Straße entlang an weiter flusaufwärts. In den Orten verschwindet der Radweg und Radfahrer werden dauernd daran erinnert, dass hier „rechts vor links“ gilt, während Autofahrer die Ortsumgehung nutzen können. Das war für uns eindeutig der unattraktivste Teil der Tour, schließlich gab es auch kaum nette Einkehrmöglichkeiten am Wegrand, die wir seit Aschaffenburg bis kurz vor Schweinfurt so genossen haben.

    Blumenwiesen gibt es entlang des Mains zum Glück wieder häufiger.

    Kurz vor Bamberg in Bischberg dreht der MainRadweg nach Norden ab, da Bamberg gar nicht am Main, sondern an der Regnitz liegt. Die Einfahrt in die schöne Stadt versöhnt ein wenig mit den vorherigen Kilometern. Durch viel Grün geht es quasi bis zum Rathaus, das auf eigener Miniinsel im Fluss liegt. Die Stadt entdeckten wir zu Fuß im strömenden Regen. Sie war trotz des schlechten Wetters recht gut besucht. Es ist anzunehmen, dass sie bei schönem Wetter besonders am Wochenende völlig überlaufen ist. Glücklicherweise warteten flussaufwärts weitere kleinere Städte darauf, von uns besucht zu werden. So gelingt es den Fernradfahrenden auf dem MainRadweg immer wieder den Massen zu entkommen.

    Am nächsten Tag ging es für uns die 5 Kilometer wieder zurück nach Bischberg und über die Regnitz zurück zum Main, der hier ein Vogelparadies par excellence ist. Wenige Kilometer weiter nördlich sticht schon das Kloster Banz ins Auge, das westlich vom Main auf einem Berg thront. Auf der anderen Flussseite taucht wenig später die Basilika Vierzehnheiligen auf, die nur ein Kilometer vom MainRadweg entfernt bergan liegt. Ein paar Kilometer weiter erreichen wir die Korbstadt Lichtenfels. Anders als das rummelige Bamberg, konnten wir hier in aller Ruhe die kleine Altstadt durchstreifen.

    Das Wetter war teilweise durchwachsen. Daher sind wasserdichte Taschen Pflicht.

    Tags drauf wurde es etwas wilder, da der MainRadweg zum ersten Mal überhaupt mit Steigungen aufwartete. Bisher konnte die Tour eigentlich mit einem Rad ohne Gangschaltung zurückgelegt werden, oder wie in meinem Fall mit einer arg ausgeleierten Kette. Leider sind in Mainz Fahrradwerkstätten dauerausgelastet. Als meine Kette zwei Wochen vor der geplanten Tour anfing, Probleme zu bereiten, war mir klar, dass ich keinen Termin mehr bekommen würde. Ich kürzte die Kette um vier Glieder und konnte so die Tour wenigstens antreten. Zwischen Hochstadt und Burgkunstadt bekam ich allerdings die Quittung. Schon bei einer Umleitung, die anders als alle anderen nicht richtig ausgeschildert war, ging es steil bergauf und ich konnte auf den jeweils größten Ritzeln vorne und hinten nicht mehr hochfahren. So musste ich an diesem Tag mehrmals schieben.

    Daher wuchs in mir der Entschluss, spätestens in Kulmbach eine Werkstatt aufzusuchen. Glücklicherweise werden auf der Webseite des MainRadwegs alle Fahrradläden mit Werkstatt aufgelistet. So begab ich mich am nächsten Morgen im strömenden Regen zur Öffnung des Ladens zu besagter Werkstatt. Das Team war extrem hilfsbereit und brachte mein Rad innerhalb von drei Stunden wieder auf Vordermann. Da es ohnehin den ganzen Morgen regnete und auch die Strecke nach Bayreuth mit 35 Kilometern ziemlich kurz war, passte dieser Reparaturstopp ideal.

    Hinter Bischberg bei Bamberg ist der Main nicht mehr schiffbar. Dafür werden die Brücken um so schöner.

    Die Bierstadt Kulmbach liegt bereits am Weißen Main. Der Main besteht aus zwei Quellflüssen, dem besagten Weißen Main und dem Roten Main. Mit frisch repariertem Drahtesel ging es wenige Kilometer wieder flussabwärts zum Mainzusammenfluss von Weißem und Roten Main. Die Farbgebung liegt an den unterschiedlichen Gesteinszusammensetzungen, die für eine hellere bzw. eine rötlichere Färbung sorgen. Am Zusammenfluss selbst ist davon allerdings wenig zu sehen.

    Ist der Main bereits seit Bamberg nicht mehr schiffbar (die Schiffe fahren auf der Regnitz durch Bamberg und dem Main-Donau-Kanal weiter in Richtung Schwarzes Meer), wird er auf dem Weg nach Bayreuth tatsächlich zu einem Bach, der durch die berühmte Festspielstadt fließt. In Bayreuth gönnten wir uns zwei Hotelnächte, was nach den vorangegangenen fünf Nächten in fünf verschiedenen Unterkünften an sich schon eine Wohltat war. Allerdings läuft das Packen für Radreisen auch wesentlich einfacher ab, als für Wanderungen oder sonstige Touren, da die Radtaschen relativ klein und dadurch übersichtlich bleiben.

    Der Mainzusammenfluss bei Kulmbach.

    Ohne Gepäck ging es die letzten Kilometer hinauf zur Rotmainquelle. Der offizielle MainRadweg machte hinter Bayreuth einen riesigen Schlenker vom Main weg. Dafür führte der Pegnitz-Radweg in der Nähe des Mains bis ins Städtchen Creußen, der letzten Ortschaft vor der Quelle. Dort trafen wir wieder auf den MainRadweg, der von der Rotmainquelle kommend hier in dem Ort mit Bahnanschluss endet. Wie in Mainz-Kastel fehlt hier in Creußen ein Übersichtplan, den es unterwegs zu Hauf gibt. Eigentlich schade, wenn man fast zwei Wochen auf einem Premium-Radweg unterwegs war und dieser an einem Bahnhof so einfach endet.

    Wir fuhren nun in umgekehrter Richtung den MainRadweg über die Rotmainquelle in Richtung Bayreuth zurück. Ging es zwischen Bayreuth und Creußen auf dem Pegnitz-Radweg schon mächtig berghoch, so wurde der Feldweg in Richtung Quelle richtig steil. Andere Radelnde waren überhaupt nicht zu sehen. War der MainRadweg im letzten Jahr insbesondere durch E-Bike-Radelnde manchmal richtig überlaufen, hatten wir dieses Mal den Weg fast immer für uns alleine. Das galt auch für die unscheinbare Rotmainquelle. Das Wasser läuft aus einem Rohr aus dem Fels und der wichtigste Nebenfluss des Rheins nimmt hier seinen Anfang, eher er gegenüber meiner Heimatstadt in den Rhein mündet.

    Ankunft an der Rotmainquelle

    Die Fahrt auf dem MainRadweg war fast durchweg ein Genuss. Autofahrende waren immer rücksichtsvoll, die Menschen, denen wir begegnet immer hilfsbereit und zuvorkommend. Der Internetauftritt des MainRadwegs ist tatsächlich sehr nützlich, sei es für die Streckenplanung, für die Hotelauswahl mit Bett & Bike Zertifizierung oder die Auflistung der Werkstätten am Wegrand. Es waren 12 wunderbare Tage auf diesem Radweg und eine schöne Möglichkeit, die Reise quasi vor der Haustür zu beginnen und das mitten in der Pandemie mitten in Deutschland.

    Corona-Disclaimer:

    Folgende aktuellen Erfahrungen haben wir im Sommer 2021 auf dieser Reise gesammelt:

    Übernachtungen

    Gemäß den lokalen Verordnungen, mussten wir bei jeder Unterkunft einen Antigen-Schnelltest beim Einchecken vorweisen, der frühestens 24 Stunden vorher durchgeführt wurde bzw. einen Genesenen- bzw. Impfnachweis präsentieren. Leider wurde dies nicht bei allen Unterkünften tatsächlich geprüft. Umso mehr achteten wir darauf, dass wir die AHA+L-Regeln einhalten konnten, sprich, wir haben abends ausschließlich draußen gegessen und beim Frühstück darauf geachtet, entweder draußen zu frühstücken oder direkt am offenen Fenster bzw. der offenen Terrassentür. Das hat in fünf von sieben Übernachtungen im Sommer 2021 geklappt. Die zwei Mal, bei denen es nicht geklappt hat, erklärte uns das Hotel, sie hätten keine Konzession für Außengastro. Nach Rückfrage bei der Stadt Mainz ist eine Konzession nur notwendig, wenn auch Alkoholausschank stattfindet. Daher ist diese „Ausrede“ des Hotels also nicht ganz stimmig. Wahr ist allerdings, dass das mit der Stadt abgesprochen werden muss. Ob das überhaupt angefragt wurde, sei dahingestellt. Ich finde es wichtig, Unterkünfte zu sensibilisieren, dass es sehr wohl Gäste gibt, die gerne draußen frühstücken, um das Ansteckungsrisiko zu minimieren, auch wenn es behördlich genehmigt ist, Innengastro anzubieten. Denn nur weil etwas erlaubt ist, heißt es nicht, dass es auch gesundheitlich unbedenklich ist.

    Zugfahrt

    Auf der Zugfahrt von Mainz nach Würzburg bzw. von Bayreuth nach Mainz waren die Züge nicht überfüllt. Praktisch alle Fahrgäste haben Maske getragen. Maskenvereigernde wurden vom Personal darauf hingewiesen, eine Maske zu tragen. Um das Infektionsrisiko zu minimieren, saßen wir mit unseren Rädern in der Nähe der Türen. Gegessen und getrunken haben wir nur am Bahnsteig.