Länder/Regionen, die aktuell problemlos bereisbar sind

Dieser Blogplost wird regelmäßig aktualisiert. Infos hierzu auf meinen Social Media-Kanälen auf Twitter, Facebook und Instagram. Für den Inhalt wird keine Haftung übernommen. Quellen finden sich am Ende des Textes.

Update 14. Juni 2021

  • Armenien: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Aserbaidschan: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Bosnien und Herzegowina: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Griechenland: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung für die Regionen Berg Athos, die Nördliche Ägäis, Ostmakedonien und Thrakien sowie Peloponnes (Kriterium 1)
  • Kanada: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Kosovo: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Kroatien: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung mit Ausnahme der Gespanschaften Medimurje und Varazdin (Kriterium 1)
  • Libanon: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Moldau: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Montenegro: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Nord-Mazedonien: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Österreich: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Portugal: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung für die Region Madeira, Covid-19 bedingte Reisewarnung für die Region Lissabon (Kriterium 1)
  • Schweiz: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung für die Kantone Bern und Thurgau (Kriterium 1)
  • Serbien: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Ukraine: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • USA: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Zypern: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)

Ich habe jedes Land bzw. jede Region der Welt einem fünfstufigen „Stresstest“ unterzogen. Die Testkriterien erläutere ich in der Einführung „Wie plane ich meine Auslandsreise 2021?„. Der Kreis der Gebiete, in die Du heute problemlos reisen kannst, wird immer größer. Als geimpfte Person hast Du schon heute mehr Freiheiten. Auf diese gehe ich hier so lange nicht ein, so lange die Mehrzahl der Menschen in Deutschland nicht vollständig geimpft ist (aktuell ca. 20 %). Trotzdem gibt es auch bei den Nicht-Risikogebieten Hinweise für die erleichterte Einreise für vollständig geimpfte Personen.

Im Folgenden kannst Du nachvollziehen, wie sich der Kreis der potentiellen Reiseländer und -regionen verkleinert, da nicht alle Nicht-Risikogebiete aktuell erreichbar sind, Touristen ins Land lassen, auf eine Quarantäne bzw. eine Ausgangssperre verzichten. Basis ist die Einschätzung des Auswärtigen Amts in Bezug auf alle Länder und Regionen:

  1. Covid-19 bedingte (Teil-)Reisewarnung für nicht notwendige, touristische Reisen, falls Risikogebiet
  2. Abraten von nicht notwendigen touristischen Reisen falls kein uneingeschränkter Reisverkehr möglich, Quarantäne verpflichtend oder nur eingeschränkte Einreise möglich
  3. Besondere Vorsicht bei Ländern mit niedrigem Infektionsgeschehen und uneingeschränkter Reisemöglichkeit

Ich gehe nur auf Länder ein, die unter Punkt 2 oder 3 fallen. Kombiniert werden die Einschätzungen des Auswärtigen Amts durch die Flugpläne der Airlines und die aktuell geltenden Regeln für den Transit bzw. die Durchreise durch andere Länder, um an Dein Reiseziel zu gelangen.

Kriterium 1: Länder/Regionen, für die aktuell keine „COVID-19 bedingte (Teil-)Reisewarnung“ besteht

Europa:

  • Albanien
  • Armenien
  • Aserbaidschan
  • Bosnien und Herzegowina
  • Bulgarien
  • Färöer-Inseln
  • Finnland
  • Frankreich (Teile)
  • Griechenland (Teile)
  • Irland (Teile)
  • Island
  • Italien
  • Kosovo
  • Kroatien (Teile)
  • Liechtenstein
  • Malta
  • Moldau
  • Monaco
  • Montenegro
  • Nord-Mazedonien
  • Norwegen (Teile)
  • Österreich
  • Polen
  • Portugal (Teile)
  • Rumänien
  • San Marino
  • Schweiz (Teile)
  • Serbien
  • Slowakei
  • Spanien (Teile)
  • Tschechien
  • Ukraine
  • Ungarn
  • Vatikanstadt
  • Zypern

Afrika:

  • Mauritius
  • Mayotte
  • Ruanda
  • São Tomé und Príncipe
  • Uganda

Amerika:

  • Antigua und Barbuda
  • Barbados
  • Bonaire, Sint Eustatius und Saba
  • Curaçao
  • Dominica
  • Grenada
  • Grönland (Dänemark)
  • Jamaika
  • Kanada
  • St. Pierre & Miquelon
  • St. Kitts & Nevis
  • St. Vincent & die Grenadinen
  • USA

Asien:

  • Brunei Darussalam
  • China (VR)
  • Hongkong
  • Israel
  • Libanon
  • Japan
  • Kambodscha
  • Korea (Süd)
  • Laos
  • Macau
  • Myanmar
  • Singapur
  • Taiwan
  • Thailand
  • Vietnam

Ozeanien:

  • Australien
  • Cook-Inseln
  • Fidschi
  • Französisch-Polynesien
  • Kiribati
  • Marshallinseln
  • Mikronesien
  • Nauru
  • Neukaledonien
  • Neuseeland
  • Palau
  • Salomonen
  • Samoa
  • Tonga
  • Tuvalu
  • Vanuatu
  • Wallis & Futuna

Polen, Tschechien, Österreich und Teile der Schweiz sind als Nachbarländer Deutschlands keine Risikogebiete mehr. In Frankreich sind es nur Teile, die nicht an Deutschland grenzen. Alle anderen Länder lassen sich nur durch einen Transit durch ein Risikogebiet mit dem Auto oder Zug erreichen, ob Du allerdings so einfach durch die Grenzkontrollen kommst, sei dahin gestellt. Möchtest Du überland das Urlaubsgebiet erreichen, schaue auf den Seiten des Auswärtigen Amts im Bereich „Durchreise/Transit“ unbedingt auf den Seiten der Transitländer nach, ob Du durch sie durchreisen darfst.

Daher spricht aktuell einiges für eine Flugreise, auch wenn diese nicht die klimafreundlichste Variante darstellt. Wie Du mit Bedacht fliegen kannst, erkläre ich in meinem Buch. Allerdings sind die internationalen Flugpläne der Airlines extrem ausgedünnt und seit 30. März 2021 gilt eine Testpflicht vor dem Check-in für alle Flugreisenden, die in die Bundesrepublik einreisen möchten. Infos zur Testpflicht findest Du in meinem Unterkaptiel „Tipps zur Hin- und Rückreise„. Ein Wechsel des Flugzeugs in einem Drittland, das als Risiko-, Hochinzidenz- oder gar als Virusvariantengebiet gilt, ist aktuell außerhalb der EU kaum zu empfehlen.

In Taiwan, das kein Risikogebiet ist, ist ein Wechsel des Flugzeugs als Tourist möglich (Testpflicht). Ab sofort darf dort aber nicht mehr die Airline gewechselt werden. Auch Singapur, Südkorea und Thailand, die auch keine Risikogebiete sind, erlauben den Transit. In allen genannten Fällen solltest Du zunächst die Seite des Auswärtigen Amts im Bereich „Durchreise“ durchlesen und anschließend die Airline (ggf. über Dein Reisebüro) kontaktieren, bevor Du buchst. Gleiches gilt bei einem Routing via Australien/Neuseeland. Infos zu Tests findest Du in meinem Unterkaptiel „Tipps zur Hin- und Rückreise„.

Radfahren in Angkor Wat ist wie hier 2011 auch 2021 theoretisch möglich – für Kambodscha existierte keine Covid-19-bedingte Reisewarnung. Das Land vergibt aber aktuell keine neuen Touristenvisa – die alten vor März 2020 ausgestellten, bleiben jedoch gültig.
Kriterium 2: Länder/Regionen, die mit dem auto, dem zug bzw. dem Flugzeug direkt ab deutschland (via Europa und/oder via Taiwan, Südkorea bzw. Singapur und Australien/Neuseeland) erreichbar sind

Europa:

  • Albanien
  • Armenien
  • Aserbaidschan
  • Bosnien und Herzegowina
  • Bulgarien
  • Färöer-Inseln*
  • Finnland
  • Frankreich
  • Griechenland
  • Irland
  • Island
  • Italien
  • Kosovo
  • Kroatien
  • Liechtenstein
  • Malta
  • Moldau
  • Monaco*
  • Montenegro
  • Nord-Mazedonien
  • Norwegen*
  • Österreich
  • Polen
  • Portugal
  • Rumänien
  • San Marino
  • Schweiz
  • Serbien
  • Slowakei
  • Spanien
  • Tschechien
  • Ukraine
  • Ungarn
  • Vatikanstadt
  • Zypern

Afrika:

  • Mayotte
  • Ruanda*
  • São Tomé und Príncipe
  • Uganda*

Amerika:

  • Antigua und Barbuda*
  • Bonaire, Sint Eustatius und Saba*
  • Curaçao*
  • Kanada
  • St. Kitts & Nevis*
  • USA

Asien:

  • Brunei Darussalam
  • China (VR)
  • Hongkong
  • Israel
  • Japan
  • Kambodscha
  • Korea (Süd)
  • Laos
  • Libanon
  • Myanmar
  • Singapur
  • Taiwan
  • Thailand
  • Vietnam

Ozeanien

  • Australien
  • Cook-Inseln
  • Fidschi
  • Französisch-Polynesien
  • Neukaledonien
  • Neuseeland
  • Palau
  • Samoa

In diese Länder/Regionen lässt es sich von Deutschland aus entweder nonstop oder über einen Flughafen im Schengen-Raum wie Amsterdam, Kopenhagen, Paris, Wien oder Zürich reisen und/oder über die genannten Länder in Asien/Ozeanien. Die mit * versehenen Länder/Regionen lassen sich nur mit einem Wechsel des Flugzeugs in einem (einfachen) Risikogebiet erreichen oder mit einer Auto- bzw. Zugfahrt durch ein (einfaches) Risikogebiet. Was Du dabei beachten musst, erkläre ich Dir im Unterkapitel „Tipps zur Hin- und Rückreise„.

Flughunde zu besuchen, wie hier 2010, ist 2021 ebenfalls möglich. Für Mauritius gibt es keine Covid-19-bedingte Reisewarnung, aber aktuell ist das Land wie so viele ab Deutschland nur umständlich erreichbar.
Kriterium 3: Länder/Regionen, die ihre Grenzen für Touristen aus Deutschland geöffnet haben

Europa:

  • Albanien
  • Armenien
  • Aserbaidschan
  • Bosnien und Herzegowina
  • Bulgarien
  • Färöer-Inseln
  • Frankreich
  • Griechenland
  • Irland
  • Island
  • Italien
  • Kosovo
  • Kroatien
  • Liechtenstein
  • Malta
  • Moldau
  • Monaco
  • Montenegro
  • Nord-Mazedonien
  • Österreich
  • Polen
  • Portugal
  • Rumänien
  • San Marino
  • Schweiz
  • Serbien
  • Slowakei
  • Spanien
  • Tschechien
  • Ukraine
  • Vatikanstadt
  • Zypern

Afrika:

  • Ruanda
  • São Tomé und Príncipe
  • Uganda

Amerika:

  • Antigua und Barbuda
  • Bonaire, Sint Eustatius und Saba
  • Curaçao
  • St. Kitts und Nevis (Geimpfte)

Asien:

  • Kambodscha (falls Visum vor März 2020 erteilt)
  • Libanon
  • Thailand

Ozeanien:

Von mehr als 190 Ländern bleiben diese Länder und Regionen übrig, die grundsätzlich Touristen aus Deutschland ins Land lassen und für die wenigstens teilweise keine Covid-19-bedingte Reisewarnung ausgesprochen wurde. In Europa gibt es mittlerweile wieder viele Reiseoptionen. Außerhalb Europas sieht die Situation noch anders aus. Kambodscha lässt Touristen allerdings nur ins Land, wenn Du bereits ein gültiges Visum hast. Da Kambodscha seit Ausbruch der Pandemie im März 2020 keine Touristen-Visa mehr ausstellt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Du nicht einreisen kannst.

Die Färöer-Inseln, 1999 besucht, haben sich für Tourist*innen geöffnet – sofern diese vollständig geimpft sind.
Kriterium 4: Länder/regionen, die keine Quarantäne für Einreisende aus Deutschland verlangen

Europa:

  • Albanien
  • Armenien
  • Bosnien und Herzegowina
  • Bulgarien
  • Färöer-Inseln (Impfung)
  • Griechenland
  • Irland (Impfung)
  • Island (Impfung, Covid-19-genesen)
  • Italien
  • Kosovo
  • Kroatien
  • Liechtenstein
  • Malta
  • Moldau
  • Montenegro
  • Nord-Mazedonien
  • Österreich
  • Polen
  • Portugal
  • Rumänien
  • San Marino
  • Schweiz
  • Serbien
  • Spanien
  • Ukraine
  • Vatikanstadt
  • Zypern

Afrika:

  • Ruanda
  • São Tomé und Príncipe
  • Uganda

Amerika:

  • Antigua und Barbuda
  • Bonaire, Sint Eustatius und Saba
  • Curaçao
  • St. Kitts und Nevis

Asien:

  • Kambodscha

Ozeanien:

Immer mehr Länder verzichten auf eine Quarantäne für vollständig geimpfte Personen. Thailand verlangt eine 14-tägige Hotelquarantäne, egal ob geimpft oder nicht geimpft. Die Regeln für Thailand verändern sich fast wöchentlich, so dass es hier ständig zu Änderungen kommen kann. Der Libanon verlangt eine 3-tägigig Quarantäne.

Die meisten Länder/Regionen in Kriterium 4 verlangen mindestens einen Test vor der Abreise, außer Rumänien, Montenegro und Nord-Mazedonien, die von aus Deutschland einreisenden Personen keinen Test verlangen. Andere Länder unterscheiden zwischen Geimpften (kein Test), Genesenen und Ungeimpften (Testpflicht). Die Anzahl der Tests kann insgesamt bis auf vier ansteigen, ehe Du Dich frei im Land bewegen kannst. Mehr Infos zu den Tests findest Du im Unterkapitel „Tipps zur Hin- und Rückreise„.

Wunderschönes Nord-Thailand, 2015 bereist, ist auch 2021 ein mögliches Reiseziel. Für Thailand gibt es keine Covid-19-bedingte Reisewarnung – aber mindestens 14 Tage Quarantäne sind vielleicht dann doch ein zu hohe Hürde.
Kriterium 5: Länder/regionen, die keine Ausgangssperren verhängt haben

Europa:

  • Armenien
  • Bosnien und Herzegowina
  • Bulgarien
  • Färöer-Inseln
  • Griechenland
  • Irland
  • Island
  • Kosovo
  • Kroatien
  • Liechtenstein
  • Malta
  • Moldau
  • Montenegro
  • Österreich
  • Polen
  • Portugal (Teile)
  • Rumänien
  • San Marino
  • Schweiz
  • Serbien
  • Spanien (Teile)
  • Ukraine
  • Vatikanstadt
  • Zypern

Afrika:

  • São Tomé und Príncipe

Amerika:

Asien:

  • Kambodscha

Ozeanien:

Nächtliche Ausgangssperren gibt es noch in vielen Ländern. Sie sollten das Reisevergnügen aber nicht wirklich trüben. In Ruanda sind auf Inlandsreisen teilweise PCR-Tests vor Reiseantritt durchzuführen, insbesondere wenn Du die Affen in den Nationalparks besuchen möchtest, da Covid-19 auch auf sie übertragen werden könnte.

Fazit

Aktuell gibt es in Europa mittlerweile wieder viele Ziele, in die Du problemlos bereisen kannst. Es empfiehlt sich die App oder die Webseite der Europäischen Union „Re-Open EU“ zu konsultieren, um konkret in die Urlaubsplanung zu starten. In Amerika kannst Du die zwei Karibik-Staaten Antigua und Barbuda bzw. St. Kitts und Nevis besuchen, die Du über Amsterdam/St Martin erreichen kannst sowie die niederländischen Überseegebiete Bonaire, Sint Eustatius, Saba und Curaçao.

Eine Reise nach Asien ohne Quarantäne ist aktuell praktisch unmöglich. Für Langzeitreisende kann Thailand Sinn machen, wenn man die Quarantäne „absitzt“ und dann seine eigentliche Reise startet. Die drei Tage Quarantäne im Libanon sind auch verkrfaftbar.

In Afrika sind es mit Ruanda und Uganda immerhin zwei Länder, die aktuell unter Pandemie-Kritierien bedenkenlos bereist werden können. Gleiches gilt für São Tomé und Príncipe, das noch nicht mal mehr eine Ausgangssperre verhängt hat.

Island, unter anderem 2002 besucht, ist auch 2021 eine Reise wert – es existiert keine Covid-19-bedingte Reisewarnung mehr. Die Quarantäne für Ungeimpfte kann allerdings noch ein Hinderungsgrund sein.

Ich hoffe, dass ich mit diesem Leitfaden ein wenig Licht ins Dunkel der Reiseplanung für 2021 gebracht habe. Ich wünsche Dir viel Spaß beim Planen und gegebenenfalls eine sichere Reise mit wunderbaren Eindrücken, die Dich gut durch diese besondere Zeit kommen lassen.

Historie der Updates:

Update 5. Juni 2021

  • Frankreich: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung für Korsika sowie die französischen Übersee-Departments Mayotte, Saint-Pierre und Miquelon, Wallis und Futuna, Französisch-Polynesien und Neukaledonien (Kriterium 1)
  • Italien: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Kroatien: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung für die Gespanschaften Dubrovnik-Neretva, Istrien, Karlovac, Krapina-Zagorje, Požega-Slawonien und Split-Dalmatien (Kriterium 1)
  • Liechtenstein: Aufhebung der Quarantäneverpflichtung für Reisende aus Sachsen und Thüringen (Kriterium 4)
  • Niederlande: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung für die überseeischen Teile des Königreichs der Niederlande Curaçao, Bonaire, Sint Eustatius und Saba
  • Norwegen: Covid-19 bedingte Reisewarnung für die Provinzen Troms og Finnmark und Trøndelag (Kriterium 1)
  • Österreich: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung für das gesamte Land mit Ausnahme der Bundesländer Tirol (ohne die Gemeinde Jungholz und das Kleinwalsertal) und Voralberg (ohne die Gemeinde Mittelberg) (Kriterium 1)
  • Schweiz: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung für die Kantone Aargau, Basel-Stadt, Basel-Land, Graubünden, Solothurn, Tessin, Zug und Zürich
  • Tschechien: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Vatikanstadt: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)

Update 30. Mai 2021

  • Albanien: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Antigua und Barbuda: Aufhebung der Quarantäne- und Tracingverpflichtung (Kriterium 4)
  • Bulgarien: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Dominikanische Republik: Covid-19 bedingte Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Finnland: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Irland: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung für die Region Midland
  • Jamaika: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Liechtenstein: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Malaysia: Covid-19 bedingte Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Malta: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium)
  • Monaco: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Norwegen: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung für die Provinz Rogaland, Covid-19 bedingte Reisewarnung für die Provinzen Agder, Vestfold og Telemark und Innlandet (Kriterium 1)
  • Polen: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Portugal: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung für die Region Algarve (Kriterium 1)
  • Rumänien: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • San Marino: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • São Tomé und Príncipe: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Slowakei: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Spanien: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung für die kanarischen Inseln und die Stadt Ceuta sowie für die autonomen Gemeinschaften Extremadura, Asturien, Kantabrien und Kastillien-La Mancha (Kriterium 1)
  • Sri Lanka: Covid-19 bedingte Reisewarnung (Kriterium 1)
  • St. Lucia: Covid-19 bedingte Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Thailand: Verlängerung der Quarantäne auf 14 Tage (Kriterium 4)
  • Ungarn: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland inkl. der Isle of Man sowie aller Kanalinseln und aller britischen Überseegebiete: Covid-19 bedingte Reisewarnung (Kriterium 1)

Update 24. April 2021

  • Antigua und Barbuda: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung  (Kriterium 1)
  • Bahamas: Covid-19 bedingte Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Dominikanische Republik: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung  (Kriterium 1)
  • Finnland: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung für die Regionen Etelä-Karjala und Kymenlaakso   (Kriterium 1)
  • Irland: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung für die Region West (Kriterium 1)
  • Norwegen: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung für die Provinz Vestfold og Telemark (Kriterium 1)
  • St. Lucia: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung  (Kriterium 1)

Update 18. April 2021

  • Barbados: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Finnland: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung für die Region Pirkanmaa   (Kriterium 1)
  • Irland: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung für die Regionen Mid-West und South-East (Kriterium 1)
  • Portugal: Covid-19 bedingte Reisewarnung für autonome Region Azoren und die Region Algarve (Kriterium 1)
  • Spanien: Covid-19 bedingte Reisewarnung für die Region autonome Gemeinschaft Kastilien-La Mancha (Kriterium 1)
  • Taiwan: Umsteigeverbindungen nur möglich, wenn die Fluggesellschaft nicht gewechselt wird (Kriterium 2)
  • Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland, einschließlich der Isle of Man, aller Kanalinseln sowie der britischen Überseegebiete (mit Ausnahme Bermuda, Britische Jungferninseln und Falkland Inseln): Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)

Update 10. April 2021

  • Finnland: Covid-19 bedingte Reisewarnung für die Region Kymenlaakso, Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung für die Region Kanta-Häme  (Kriterium 1)
  • Island: PCR-Test für Covid-19 Genese und Geimpfte bei der Einreise verpflichtend, das Ergebnis ist in der Häuslichkeit abzuwarten
  • Israel: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Spanien: Covid-19 bedingte Reisewarnung für die Region Extremadura (Kriterium 1)

Update 2. April 2021

  • Finnland: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung für die Region Aland mit Wirkung vom 3. April 2021 (Kriterium 1)
  • Irland: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung für die Region South-West mit Wirkung vom 3. April 2021 (Kriterium 1)
  • Kroatien: Covid-19 bedingte Reisewarnung für das gesamte Land mit Wirkung vom 3. April 2021 (Kriterium 1)
  • Mauritius: Bis zum 30. April 2021 gilt ein landesweiter Lockdown (Kriterium 5)
  • Portugal: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung für die Region Lissabon mit Wirkung vom 3. April 2021 (Kriterium 1)
  • Spanien: Covid-19 bedingte Reisewarnung für die Region Rioja mit Wirkung vom 3. April 2021 (Kriterium 1)
  • Thailand: Seit dem 1. April 2021 beträgt die Quarantäne-Zeit grundsätzlich 10 Tage, für Geimpfte 7 Tage (Kriterium 4)

Update 31. März 2021

  • Island: Quarantäne muss nun in einer staatlichen Einrichtung statt in einem Haus verbracht werden (Kriterium 4)
  • Ruanda: Die Ausgangssperre beginnt nun in den meisten Teilen des Landes erst um 21 Uhr (bisher20 Uhr) und die Restaurants dürfen nun bis 20 Uhr (bisher 18 Uhr) geöffnet bleiben (Kriterium 5)

Update 26. März 2021 mit Wirkung zum 28. März 2021

  • Dänemark: Covid-19 bedingte Reisewarnung für das ganze Land (außer Färöer und Grönland) (Kriterium 1-2)
  • Martinique (Frankreich): Covid-19 bedingte Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Finnland: Covid-19 bedingte Reisewarnung für die Regionen Kanta-Häme, Päijät-Häme und Pirkanmaa, Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung für die Region Satakunta  (Kriterium 1-2)
  • Kroatien: Covid-19 bedingte Reisewarnung für die Gespannschaft Požega-Slawonien (Kriterium 1-5)
  • Norwegen: Covid-19 bedingte Reisewarnung für die Provinz Rogaland, Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung für die Provinz Agder  (Kriterium 1)

Update 20. März 2021:

  • Curaçaо : Covid-19 bedingte Reisewarnung (Kriterium 1-5)
  • Finnland: Covid-19 bedingte Reisewarnung für die Region Südkarelien, Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung für die Region Österbotten (Kriterium 1-2)
  • Kroatien: Covid-19 bedingte Reisewarnung für die Gespannschaft Krapina-Zagorje (Kriterium 1-5)
  • Malaysia: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1-2)
  • Norwegen: Covid-19 bedingte Reisewarnung für die Provinz Vestfold og Telemark (Kriterium 1)
  • Portugal: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung für die Region Algarve (Kriterium 1-4).
  • Spanien: Aufheben der Covid-19 bedingten Reisewarnung für die autonome Gemeinschaft Galicien (Kriterium 1-3).
  • St. Vincent und die Grenadinen: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
  • Update 12: März 2021:
    • Bahamas: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung (Kriterium 1)
    • Guadeloupe: Covid-19 bedingte Reisewarnung zum 14. März 2021(Kriterium 1-2)
    • Portugal: Aufhebung der Covid-19 bedingten Reisewarnung zum 14. März 2021 für die Regionen Alentejo, Centro, Norte sowie die autonome Region Azoren (Kriterium 1-4).
    • Spanien: Aufheben der Covid-19 bedingten Reisewarnung zum 14. März 2021 für einige autonome Gemeinschaften Kastilien-La Mancha, Valencia, Extremadura, Murcia, Rioja sowie die Balearen (Kriterium 1-4 bzw. tlw. 1-5).
  • 6. März 2021: Für die folgenden Gespannschaften Kroatiens wird am 7. März 2021 die Covid-19-bedingte Reisewarnung zurückgenommen (Kriterium 1-5): Istrien, Požega-Slawonien, Bjelovar-Bilogora und Krapina-Zagorje
  • 5. März 2021: Für Griechenland wurde eine Covid-19-bedingte Reisewarnung ausgesprochen. Es ist von der Liste (Kriterium 1 bis 3) gestrichen worden.

Quelle:

Skandinavien 2004 letzter Teil

Goddag,  

oder hallo aus  71°10’21“N oder dem angeblich nördlichsten Punkt Europas – oder noch ehrlicher Guten Morgen aus Mainz! Nach 40stündiger Odyssee vom Nordkap – mit dem Widerøe Bus wegen geschlossenem Flughafen nach Hammerfest –  mit einer Propellerkiste nach Tromsø und dreimal „Stehen bleiben“ und Fahrrad-Fetzen nach – Oslo in den Flughafenwald zum Zelten – und mit „There’s no better way to fly“-Lufhansa nach Frankfurt bin ich wieder auf dem 50. Breitengrad gelandet und reif für die Insel.  

Wie harmonisch hatte dagegen diese Woche für mich in Sapmi, dem Land der Sami am finnischen Inari-See angefangen. Außer ein paar Mücken, die ich mit dem alles bezeichnenden finnischen „Hyttys“ Spray Marke „OFF!“ sehr schnell loswurde, hatte ich dort oben einen angenehmen Ruhetag und endlich mal wieder die Gelegenheit zum Schreiben vom Teil 2.  

Die anschließende Fahrt in Richtung Nordwesten zur norwegischen Grenze brachte eine Neuerung mit: Wind! Da ich bisher praktisch nur durch Wald fuhr, gab es keinen Gegen- oder Rückenwind, der meine Geschwindigkeit irgendwie beeinflusste. Nun auf der Hochlandfläche von Sapmi (Lappland) hatte ich zum 1. Mal mit Gegenwind und Böen zu kämpfen. Gerade Seitenwindböen sind nicht gerade die angenehmsten Naturphänomene, da ich durch sie oft zur Straßenmitte „geweht“ wurde. Wie angenehm war es dann in Finnland zu radeln, wo sich die Autofahrer im Großen und Ganzen sehr rücksichtsvoll Radlern gegenüber verhalten: Man wird als Verkehrsteilnehmer wahrgenommen…und respektiert. Daher wird im großen Sicherheitsabstand überholt und ich wurde nie geschnitten.  

Die Fahrt über die Hochlandebene erweiterte mit einem Mal auch meinen Horizont, der in den letzten 13 Tagen lediglich 3 Meter nach links und rechts bis an den Straßen- bzw. Waldrand reichte. Statt Wald gab’s jetzt Sümpfe und Moore, die das Landschaftsbild bis an den kilometerweit entfernten Horizont prägten. Nun wurde der finnische Name für Finnland „Suomi“ endlich einmal Wahrheit, denn es bedeutet nichts anderes als Sumpf. Finnland selbst kommt wohl vom lateinischen „Fenia“, und bedeutet ebenfalls Sumpf.  

Nach 13 meist wunderschönen und oft sonnigen Radel-Tagen hatte ich den 1.720 km langen „Sumpf“ durchquert und mit Norwegen wieder festen Boden unter den Füßen. Kaum im Land der Fjorde und Berge angekommen, ging es auch schon steil bergan auf eine karge Hochfläche. In kleinen Senken wuchsen die letzten Kiefern und Birken. Da es ca. 25° C im Schatten waren, die Sonne mittlerweile 24 Stunden am Tag schien, kam ich mir mehr wie am Mittelmeer vor, als in der Polarregion. Diese warmen Temperaturen sind im Landesinneren von Nordnorwegen im Sommer durchaus normal – allerdings wird’s im Winter auch normalerweise bis ca. – 45°C  kalt. Durch die klare Luft waren schon die Fjorde umgebenden kahlen Berge des Eismeeres, das noch fast 100 km entfernt war, zu sehen. Je weiter ich nach Norden fuhr, desto weniger verkrüppelte Bäumchen säumten den Weg.  

Neben Fjorden ist Norwegen sicherlich für Lachs bekannt und Lakselv (norwegisch Lachsfluss), der erste Ort nach 74 km des Radelns vom Grenzort Karasjok zum Eismeer machte seinem Namen gleich alle Ehre. Auf dem Dorffest räucherten die Fischer den frisch gefangenen Lachs direkt auf der Gasse und für 3,50 € gab es eine Riesenportion Filet auf den Teller. Endlich mal keine Pasta zum Futtern und mein kulinarisches Desaster, was ich wegen dem etwas arg hohen Preisniveau in Norwegen befürchtet hatte, wurde abgewendet.  

Bisher war diese Radtour problemlos verlaufen, doch kurz vor meinem Ziel, wurde ich vor ein besonderes Problem gestellt: Da Norweger straßenbautechnisch sicherlich die fortschrittlichsten Zeitgenossen auf unserem Planeten sind, bauen sie in diesem bergigen, mit Fjorden durchzogenen Land, Brücken, steile Straßen und leider auch Tunnels en masse. Ein paar hundert Meter durch einen stinkenden Tunnel zu radeln ist sicherlich o.k., aber wie sieht es mit einem fast 7 km langen Tunnel aus, der 212 Meter unter der Meeresoberfläche verläuft und extrem eng ist? Offiziell war die Durchfahrt durch den sog. Nordkapptunnellen für Radler verboten – doch das heißt in Norwegen nicht sonderlich viel. Da ich niemanden getroffen hatte, der dieses stinkende Abenteuer per Velo durchgestanden hatte, musste ich eine Alternative finden. Diese bestand letzten Endes darin, eine kleine Nebenstraße für ca. 100 km zu nehmen, und dann mit dem Postschiff auf die Nordkappinsel Magerøya zu fahren.

Dumm nur, dass das Schiff nur einmal täglich fährt, und dies morgens um 9:45 und mir diese Alternative erst am Abend zuvor um 19:00 einfiel. Da ich irgendwann einmal wieder nach Hause musste, blieb mir nicht viel anderes übrig, als nach 128 gefahrenen Kilometern noch schnell abends die 100 km zum Fährhafen zurückzulegen.  

Aber gibt es was schöneres als freitags nachts um Mitternacht bei Sonnenschein eine kurvenreiche kleine Straße von Fjord zu Fjord entlang zu radeln auf der kein einziges Auto fährt? 5 km vor dem Kaff – es gab auf den 100 km sonst keines – stellte ich mein Zelt neben der Straße auf, denn es störte ja eh niemanden, dank des Jedermansrechts in Skandinavien. Dies besagt, dass jeder auf öffentlichem Land sich zu jeder Zeit aufhalten darf – dies schließt das Zelten glücklicherweise ein. Mit 228 km in den Beinen und einem aus Finnland importierten Dosenbier im Kopf schlummerte ich sofort ein.  

Die Fahrt mit dem Postschiff, das zwischen Bergen im Südwesten Norwegens und Kirkenes an der Grenze zu Russland im Nordosten des Landes pendelt war äußerst angenehm. Das Rad wurde im Frachtraum deponiert und ich hielt mich im Café am Kaffee fest, während die Felskulisse der Eismeerküste an mir vorüber zog. Nach 2 Stunden Fahrt war ich in Honningsvåg, dem Hauptort der Nordkappinsel angekommen. Nach weiteren 34 km extrem bergiger Straße hatte ich dann das Ziel meiner Reise erreicht: Vom Nordkappfelsen aus blickte ich bei strahlendem Sonnenschein auf das ruhig daliegende Eismeer hinaus. Ich hatte jetzt den nördlichsten mit dem Rad anfahrbaren Punkt Europas erreicht – aber Europa endet nicht am Nordkap, wenn man Spitzbergen, das 1.200 km weiter nördlich liegt, zum Kontinent der griechischen Fußballhelden zählt. 2.016 km lagen seit meiner Abfahrt vor exakt 2 Wochen hinter mir und ich dachte mir, das ganze war ja eigentlich bis auf den einen Regentag in Mittelfinnland ganz easy…doch man soll ja nie den Tag vor dem Abend loben!  

Eigentlich wollte ich vom Nordkap aus via Tromsø und Oslo nach Frankfurt fliegen. Per Zufall erfuhr ich, dass das Radar am Flughafen Nordkap kaputt sei und dies seit einer Woche. Das Ersatzteil kommt aus Oslo – irgendwann und bis dahin bleibt der Flughafen geschlossen. Nun setzte die Fluggesellschaft Widerøe, die hier oben mit kleinen Propellerkisten (Dash 8) herumschwirrt, zweimal täglich einen Bus ins dreieinhalb Stunden entfernte Hammerfest ein, wie ich im Internet herausbekam, denn der Flughafen war bis auf ein verirrtes japanisches Ehepaar ausgestorben. Ich wollte ja eigentlich erst am Folgetag fliegen, aber ruckzuck fuhr ich zum Campingplatz, packte meine Sachen  und fuhr zum Flughafen zurück. Irgendwann kam ein Angestellter in Jeans und T-Shirt und meinte der Bus käme gleich. Gesagt getan, der Bus kam und statt zu fliegen rollten wir los. Weit kamen wir nicht, da es so heiß war und Rentiere schlaue Viecher sind. Um sich vor der Sonne zu schützen, lungerten Dutzende Tiere am Tunneleingang herum und blockierten diesen. Auf Hupen reagieren diese Wesen nur mit vollkommener Ignoranz, so dass der Busfahrer aussteigen musste und wie von der Tarantel gestochen laut brüllend in die Herde rannte. Aha…so sah wohl einmal ein Wikingerüberfall aus!!! Na ja, das Gebrülle und Herumlaufen verfehlte seine Wirkung schließlich nicht und weiter ging’s zum Flughafen Hammerfest, wo wir direkt ohne jegliche Sicherheitskontrolle ins Flugzeug nach Tromsø verfrachtet wurden.

Nach einer nicht geplanten Übernachtung im hübschen Tromsø sollte es dann am nächsten Morgen weitergehen, doch nichts ging, da die nächsten drei Maschinen alle voll waren. Nach jedem vollen Flug, auf dem ich nicht mitkam, musste ich erneut einchecken und meine Gepäcketiketts wurden jedes Mal gewechselt, so dass ich die gesamte Belegschaft (mit Schichtwechsel) von Scandinavian Airlines in Tromsø  kennen lernte. Beim vierten Versuch (siehe Mainz 05) klappte mein „Aufstieg“ in die Boeing 737 von Braathens Airlines und ich kam schließlich statt am Mittag halt am Abend in Oslo an. Dumm nur, dass mein Rad diesen Flug nicht so heil überstanden hat. Das gesamte Hinterrad ist völlig verzogen, so als wäre eine ganze Meute Wikinger mit ihren Booten drübergerudert, und ich konnte das Rad nicht mehr bewegen. Shit happens… denn auch der letzt Flug nach Frankfurt war schon weg.  

Also das Rad in die Gepäckaufbewahrung und ich in die Büsche vom Oslo Airport. Denn der Flughafen ist 50 km von der norwegischen Hauptstadt entfernt und in Norwegen herrscht ja das Jedermannsrecht und Wald gibt’s am Oslo Airport genug. Mit meinen Radtaschen beladen, schlug ich mich hinter dem Frachtgebäude in die Büsche und verbrachte ein mehr oder weniger ruhige Nacht neben der Start- und Landebahn, denn leider herrscht hier kein Nachtflugverbot.  

Der Lufthansa sei Dank bin ich nun wieder heil und munter in Meenz am Rhein angekommen und freue mich von Euch zu hören.  

Skandinavien 2004 2. Teil

Buore beaivi…  

bedeutet Hallo und ist Sami, die Sprache der Sami hier in Sapmi, ganz weit im Norden unseres Kontinents. Sapmi ist Euch sicherlich unter dem Namen „Lappland“ besser bekannt. Mittlerweile bin ich mit dem Rad in den äußersten Norden Europas vorgedrungen, doch angefangen hatte die 2. Mailetappe in Kuhmo, Mittelfinnland.   Nachdem ich Euch Teil 1 in der Bücherei geschrieben hatte, fing es an zu regnen. Leider hörte es nicht mehr so schnell auf, so dass ich zu meiner absoluten Lieblingsbeschäftigung am nächsten Morgen übergehen durfte: Nasses Zelt einpacken! Hm, toll…denn es regnete einfach weiter, so dass ich „endlich“ mal richtig durchgewaschen wurde. Von unten durch die Strasse, von oben durch Petrus Werk und von der Seite von den finnischen Holzlastern.  

Dazu wurde es recht kühl und ich hatte 132 km vor mir, die ich unbedingt irgendwie durchstehen musste, da ich fernab der Hauptverkehrsstrassen unterwegs war. Auf diesen Hauptstrassen besteht Busverkehr und ich hätte dort einfach den Bus nehmen können. Doch ich wählte diese entlegene Strecke, um dem relativ dichten Verkehr Süd- und Mittelfinnlands zu entgehen. Nach 42 km erreichte ich das 1. Kaff und gleich ein Tante Emma Laden. Dort gab es karelische Teigtaschen  à la Quiche Lorraine. Das baute mich wieder auf. Aber der Regen wurde stärker und es waren noch 90 km bis zur Hauptstrasse. Mittlerweile überholten mich nur noch Holzlaster und russische Autos, denn Russland war nur noch ein paar km entfernt.  

Nach weiteren 50 km im Dauerregen überraschte mich Finnland mal wieder. Mitten in der Pampa gab es wieder einen Laden, und was für einen: Neben den üblichen Lebensmitteln lagen Kühlschränke, Mikrowellen, Lautsprecherboxen herum. Die Dorfjugend probierte die Boxen aus und ich konnte es kaum  fassen, dass es sogar Kreppel und Kaffee gab – dazu potthässliche gelbe und blaue Plastikstühle und eine Spiegelwand mit Tisch, an denen ich den bizarrsten Kreppelkaffee meines Lebens genoss. Außerdem besaß ich einen finnischen Schatten, der ständig hinter mir herlief und wischte, da ich klitschnass war und meine eigene finnische Seenplatte produzierte.  

So gestärkt ging es auf die letzten 35 km und dann war mal wieder Glückszeit angesagt: Ich hatte keinen Bock auf Schlafen im nassen Zelt und Finnen überraschen ja gerne und so wurde mir ein alter Ford Transit mit Heizung angeboten. Dieses erwärmende Angebot nahm ich dankend an. Dass ich dann noch am Abend meine  Lebensmittelvorräte gegen einen besonderen Eindringling verteidigen musste, hätte ich nicht gedacht: Plötzlich kam ein Esel um die Ecke und fraß ruckzuck alle Pfefferminzteebeutel samt Packung auf. Wenigstens hatte er jetzt einen guten Atem, denn er leistete mir den gesamten Abend Gesellschaft.  

Am nächsten Morgen sah die Welt schon wieder ganz anders aus: strahlend blauer Himmel und Sonnenschein. So konnte ich gemütlich auf der Europasstrasse nach Norden weiterfahren. Es gab zwar wieder kaum Käffer, aber alle 20 km Mini-Straßencafés, in denen es bspw. Pfannkuchen auf Holzfeuer gebacken mit selbst gepflücktem Beerenkompott gab. Über solch einfachen Dinge freue ich mich auf dieser Tour ganz besonders. Denn das ist das wunderbare an solchen Reisen: Das gesamte Leben dreht sich lediglich um 3 Fragen: Halte ich die Reise körperlich durch, hält das Rad durch und halten wir gemeinsam das Wetter aus – banal, oder? Darum gibt es eigentlich auch nur 3 Zustände während der Fahrt: Radfahren, Essen und Trinken, Schlafen! Das macht das Leben endlich mal einfach. Denn unser Alltag ist doch oft kompliziert: Zu früh Aufstehen, Hetze zur Arbeit, wann aufhören zu arbeiten, damit man noch Zeit zum Einkaufen hat, was heute Abend machen, was am Wochenende etc. etc. Da habe ich es gerade sehr einfach!!!   Nach 1.248 km Radfahren habe ich am Sonntag morgen den Polarkreis erreicht. Ab diesem Punkt bewege ich mich nordwärts geographisch gesehen in der Arktis. Aber so arktische Temperaturen habe ich noch nicht: 30 Grad und Sonnenschein! Am Polarkreis geht am 21. Juni die Sonne nicht unter und am 21. Dezember nicht auf. Nördlicher Gefilde haben diese Extreme noch wesentlich länger als einen Tag und hier am Inari-See geht die Sonne ca. um 0:45 unter und um 1:15 wieder auf. Diesen kurzen Nächten tragen die Kneipen Rechnung: Selbst im kleinsten Kaff sind die sie bis mindestens 3 Uhr auf und veranstalten KARAOKE! Die Finnen fahren dabei fast drauf ab wie Koreaner! Ob es an der ähnlichen Grammatik beider Sprachen liegt?  

Mittlerweile bin ich öfters im Stau! Aber nicht wegen Autos sondern wegen Rentieren. Diese halb-wilden Viecher, grasen in ganz Nordfinnland,  nehmen auf den hupenden Autofahrer keine Rücksicht und blockieren einfach mal die Strasse, so lange sie Lust haben. Lediglich vor mir als Radler haben sie Angst, da ich keinen Krach mache (oder bestialisch stinke?). Später landete dann ein Stück Rentier sogar auf der „Polar Pizz“a gemeinsam mit Annanas und Zwiebeln. Das Fleisch schmeckt eigenartig, aber gut!  

Die meiste Zeit geht es landschaftlich immer noch durch Wald. Lediglich seit gestern Nachmittag, kurz vor dem riesigen Inari-See lichtet sich der Wald und Moore prägen die Landschaft, ähnlich den schottischen Highlands.  

Die Region nördlich des Polarkreises ist der Lebensraum der Sami, die früher Lappen genannt wurden. Sie sind die eigentlichen Ureinwohner Finnlands. Sie zogen, nachdem die Finnen kamen vor, ihr Nomadenleben im Norden weiterzuführen. Sie wurden lange Zeit wie so viele Minderheiten unterdrückt. Im 17. Jhdt. wurden sie zwangschristianisiert. Ihre Naturreligion mit Schamanentum wurde verboten. Im 2. Weltkrieg mussten 1944 die Deutschen nach der Niederlage gegen die Sowjets das Land verlassen und brannten alles nieder, so dass es heute kaum noch ein Gebäude in Lappland gibt, das aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg stammt. Dank der EU und dem finnischen Staat haben die Sami jetzt ein relativ gutes Leben mit Rentierzucht. Ihre Sprache ist anerkannt, alles ist 2-sprachig beschildert und sie haben ein eigenes Parlament.  

So…jetzt mache ich mich mal auf, wieder das Land zu entdecken, um bald mal wieder etwas zu berichten!