{"id":403,"date":"2019-06-12T18:31:06","date_gmt":"2019-06-12T16:31:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.meenzer-on-tour.de\/blog\/?p=403"},"modified":"2019-06-14T08:57:03","modified_gmt":"2019-06-14T06:57:03","slug":"weltreise-in-der-eigenen-stadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.meenzer-on-tour.de\/blog\/weltreise-in-der-eigenen-stadt\/","title":{"rendered":"Weltreise in der eigenen Stadt"},"content":{"rendered":"\n<p>Wenn wir Mainzer*innen gefragt werden, was unsere Stadt bereits seit Jahrzehnten fast einzigartig in Deutschland macht, antworten die J\u00fcngeren vielleicht das Marktfr\u00fchst\u00fcck oder die Nullf\u00fcnfer. Oder vielleicht die politisch-literarische Fassenacht? <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"761\" src=\"http:\/\/www.meenzer-on-tour.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IVXS9893-1.jpeg\" alt=\" Programmheft und Isomatte sollten auf dem Open Ohr immer \u00fcberalle dabei sein - passendes Accessoire: der Meenzer-on-Tour-Turnbeutel, fair gehandelt und aus Bio-Baumwolle\" class=\"wp-image-408\" srcset=\"https:\/\/www.meenzer-on-tour.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IVXS9893-1.jpeg 1000w, https:\/\/www.meenzer-on-tour.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IVXS9893-1-300x228.jpeg 300w, https:\/\/www.meenzer-on-tour.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/IVXS9893-1-768x584.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption> Programmheft und Isomatte sollten auf dem Open Ohr immer \u00fcberalle dabei sein &#8211; passendes Accessoire: der Meenzer-on-Tour-Turnbeutel, fair gehandelt und aus Bio-Baumwolle<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Sehr wenige Mainzer*innen werden wahrscheinlich das Open Ohr\nnennen, das mittlerweile zum 45. Mal auf der Zitadelle stattfand. \u201eZu links, zu\nwenig bekannte K\u00fcnstler*innen, zu politisch, zu viele komische Menschen\u201c \u2013 das\nwaren und sind Dinge, die ich ab und zu h\u00f6re, wenn es um das allj\u00e4hrlich an\nPfingsten stattfindende Festival geht. Ich pers\u00f6nlich finde das sehr schade,\ndenn nat\u00fcrlich leisten die Nullf\u00fcnfer gute Arbeit und als Fan unterst\u00fctze ich\nden Verein gerne in den Bretzenheimer Feldern, am Bruchweg oder auch in\nAserbaidschan, wenn Mainz mal wieder spielt. Genauso habe ich die Fastnacht fest\nins Herz geschlossen und finde es immer wieder sch\u00f6n, einmal im Jahr montags\nuff die Gass\u2018 zu gehen, statt, wie der der Gro\u00dfteil des Landes, einfach wieder\neine neue Arbeitswoche einzul\u00e4uten. Ein von der Stadt (zwischen)finanziertes,\npolitisches und von einer freien Projektgruppe mit sehr viel Engagement vorbereitetes\nFestival, das seit Mitte der 1970er Jahre existiert, ist tats\u00e4chlich\neinzigartig f\u00fcr Deutschland. <\/p>\n\n\n\n<p>1997 war f\u00fcr mich als Mainzer diesbez\u00fcglich ein sehr bedeutendes Jahr: Am Pfingstsonntag bin ich mittags erstmals zu einem Zweitligaspiel der Nullf\u00fcnfer gegangen und nach dem Spiel ebenfalls zum ersten Mal zum Open Ohr \u2013 lustigerweise mit einigen meiner Freunde, mit denen ich mich 2019 auch wieder auf der Zitadelle traf (und im Stadion am Europakreisel vierzehnt\u00e4gig sowieso). Die bereits angesprochene freie Projektgruppe, die fast ein Jahr lang das Festival ehrenamtlich mit vielen hauptamtlichen Mitarbeiter*innen der Stadt vorbereitet, stellt das Festival jedes Jahr unter ein Motto. Um welches Motto es sich 1997 gehandelt hat, wei\u00df ich heute nicht mehr. Ich fand es damals allerdings schon interessant, dass es drei B\u00fchnen und mehrere Zelte gab, in denen nicht nur Musik, sondern Theater, Kabarett und Podiumsdiskussionen angeboten wurden. <\/p>\n\n\n\n<p>Blieb ich beim ersten Mal nur einen Tag, \u00e4nderte sich dies\nim Folgejahr und ich gab mir die n\u00e4chsten Jahre die volle Dr\u00f6hnung Open Ohr mit\ndrei N\u00e4chten Zelten, wenig Schlaf, viel Feiern und jeder Menge Spa\u00df. Bin ich an\nPfingsten nicht am Reisen, wie 2003 auf meiner Weltreise oder 2007 mit dem\nFahrrad in der Ukraine, dann ist das Open Ohr seither f\u00fcr mich ein fester\nBestandteil meiner \u201eJahresplanung\u201c \u2013 und genauso wichtig wie Spiele der\nNullf\u00fcnfer oder die f\u00fcnfte Jahreszeit. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"761\" src=\"http:\/\/www.meenzer-on-tour.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/BOFE3941.jpeg\" alt=\"Regenjacken waren nur am Freitag st\u00e4ndige Begleiter \" class=\"wp-image-409\" srcset=\"https:\/\/www.meenzer-on-tour.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/BOFE3941.jpeg 1000w, https:\/\/www.meenzer-on-tour.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/BOFE3941-300x228.jpeg 300w, https:\/\/www.meenzer-on-tour.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/BOFE3941-768x584.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Regenjacken waren nur am Freitag st\u00e4ndige Begleiter <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Das diesj\u00e4hrige Motto \u201ePartei ergreifen\u201c traf den Zeitgeist vollkommen. Der Niedergang der ehemaligen Volksparteien hatte sich schon im Sommer 2018 abgezeichnet und ist seit der Europawahl aktueller denn je. Sicherlich auch aus diesem Grund waren die Diskussionen und Foren gut besucht und gl\u00fccklicherweise auch wieder mit Politiker*innen best\u00fcckt, die das Parteienspektrum von ziemlich weit links bis einen Tick weit rechts der Mitte gut abdecken. Das war leider nicht immer so und das war auch \u00f6fters ein Thema bei der Festivalkritik \u2013 denn beim Open Ohr d\u00fcrfen die Besucher*innen ihre Meinung schon immer kundtun \u2013 Jahrzehnte bevor Social Media dies allgemein m\u00f6glich machte. Die Projektgruppe nahm diesen Punkt auch immer wieder auf, entgegnete allerdings, dass es manchmal schwierig sei, Politker*innen rechts der SPD f\u00fcr einen Besuch zu gewinnen. <\/p>\n\n\n\n<p>Und dennoch, ein Heiner Gei\u00dfler hat es sich nicht nehmen\nlassen, das Open Ohr zu besuchen, genauso wie Julia Kl\u00f6ckner, die vor ein paar\nJahren zu einer Diskussion rund um das Thema Heimat eingeladen wurde. Dieses\nJahr waren auch wieder Vertreter*innen der CDU und der FDP bei\nunterschiedlichen Diskussionen mit an Bord. Daher fand ich die Diskussionen\ndieses Jahr auch weitaus spannender als in manchen Jahren zuvor, in denen sich\nalle Podiumsteilnehmer*innen ohnehin fast einer Meinung waren. Und besser als\njede Talkshow waren diesen Foren allemal, nicht nur, weil man sich respektvoll\nbegegnete, sondern die anderen auch ausreden lie\u00df, sich sogar manchmal einem\nArgument der Gegenseite zumindest nicht komplett verschlossen hat. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"761\" src=\"http:\/\/www.meenzer-on-tour.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/TPYE7795.jpeg\" alt=\"Die Ente ist (genauso wie der Rabe) mittlerweile Dauergast auf dem Open Ohr - hier beim Konzert von Sookee auf dem Drususstein\" class=\"wp-image-411\" srcset=\"https:\/\/www.meenzer-on-tour.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/TPYE7795.jpeg 1000w, https:\/\/www.meenzer-on-tour.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/TPYE7795-300x228.jpeg 300w, https:\/\/www.meenzer-on-tour.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/TPYE7795-768x584.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Die Ente ist (genauso wie der Rabe) mittlerweile Dauergast auf dem Open Ohr &#8211; hier beim Konzert von Sookee auf dem Drususstein<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Das Argument, das Wahlrecht auch f\u00fcr Menschen unter 18 Jahren einzuf\u00fchren, da auch eine Meinungsfreiheit f\u00fcr Menschen ohne Meinung gilt, fand ich ziemlich \u00fcberzeugend \u2013 und die Pauschalisierung, dass junge Menschen keine Ahnung von Politik haben, darf eh angezweifelt werden. Einer Jutta Ditfurth zu lauschen, die sowohl Gr\u00fcne als auch die \u201eFridays for Future\u201c Bewegung ein wenig entzauberte (wer darf da genau sprechen, wer ist da medienkompatibel, wen kann man f\u00fcr die eigene Partei \u201everwerten\u201c), bringen sicherlich viele der Besucher*innen zum Nachdenken. Ihre These, dass Minderheiten unser Land ver\u00e4ndern, Stichwort Arbeiterbewegung und Frauenrechtlerinnen, fand ich einpr\u00e4gsam. <\/p>\n\n\n\n<p>Aber nicht nur Politiker*innen standen Rede und Antwort. Die Berliner Rapperin Sookee krabbelte extra fr\u00fchmorgens aus ihrem Bett in der Hauptstadt, um vor ihrem Konzert mit uns \u00fcber Haltung auf der B\u00fchne zu diskutieren. Denn aus dem anf\u00e4nglichen Interview wurde, wie auf dem Open Ohr \u00fcblich, eine Diskussion mit dem Publikum. Daf\u00fcr stehen immer Mikrofone vor den B\u00fchnen bereit und h\u00e4ufig beleuchten die Zuh\u00f6rer*innen Punkte, die zuvor nicht angesprochen wurden. F\u00fcr die Queerfeministin gibt es beim Thema Kunst und Haltung keine zwei Meinungen. Sie ist der Auffassung, dass K\u00fcnstler*innen ja von der \u00d6ffentlichkeit profitieren. Daher hat die \u00d6ffentlichkeit auch ein Recht zu erfahren, welche Haltung K\u00fcnstler*innen einnehmen. Manchmal urteilen Aktivist*innen ja in ziemlicher Schwarz-Wei\u00df-Marnier in \u201eGute\u201c und \u201eSchlechte\u201c \u2013 anders Sookee, die z.B. Sarah Connor, die ja bisher nicht gerade als politische Aktivistin galt, f\u00fcr ihr Lied \u201eVincent\u201c ausdr\u00fccklich lobte. Darauf angesprochen, auch mal etwas trivialere Songs zu rappen, um eine breitere Masse zu erreichen, entgegnete Sookee, dass das schon eine gewisse \u201eVergeudung von Atem\u201c sei \u2013 dementsprechend hat sie in der von M\u00e4nnern dominierten Welt des Sprechgesangs auch ein schwieriges Standing. Vor der Kraft, die Menschen wie Sookee und Ditfurth aufbringen, dauerhaft unangepasst in unserem Land f\u00fcr Minderheitenmeinungen Partei zu ergreifen, kann ich nur den Hut ziehen. <\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich werden solche Menschen permanent in den Sozialen Netzwerken daf\u00fcr kritisiert und mit Hass und H\u00e4me \u00fcberzogen. F\u00fcr Ditfurth bietet Social Media dennoch mehr Chance als Bedrohung. Sie kann hier ihre Thesen ihrem Publikum r\u00fcberbringen. Wof\u00fcr fr\u00fcher wohlwollende Journalist*innen notwendig waren, ist es heute nur eine funktionierende Internetverbindung, (was in Deutschland allerdings auch manchmal eine Herausforderung darstellt). Die Kabarettistin Sarah Bosetti hat die schlimmsten Beschimpfungen gesammelt und daraus lyrische Werke erstellt \u2013 ein sehr souver\u00e4ner Umgang mit v\u00f6llig niveaulosen Schm\u00e4hungen. Ihre Anekdoten \u00fcber das Scheitern, am Pfingstmontag vorgetragen, greifen das Thema genauso kreativ auf, wie es Nico Semsrott sicher die n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahre in Br\u00fcssel und Stra\u00dfburg r\u00fcberbringen wird. Eben jener Semsrott hatte im letzten Jahr das gro\u00dfe Zelt zum Platzen gebracht, an einem hei\u00dfen Pfingstmontag-Mittag. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Tag auf der Zitadelle f\u00e4ngt allerdings schon viel fr\u00fcher an. Mit Fr\u00fchsport zum Beispiel \u2013 und der M\u00f6glichkeit, Vorurteile zu revidieren. Letztes Jahr machten wir uns um kurz vor zehn zum Beispiel auf, um mal eine Zumba-Session mitzumachen. Dass das alles andere als ein sinnbefreites Herumgeh\u00fcpfe ist, stand bei mir schon nach ein paar Minuten fest, als ich v\u00f6llig au\u00dfer Atem gewesen war. Letztes wie dieses Jahr gab es auch Yoga, Tanz und dieses Jahr Qi Gong\u00a0 aus Tibet. Es bringt mich immer wieder zum Schmunzeln, wenn Meditierende auf Mitmenschen treffen, die gerade ihr erstes Stubbi am Morgen \u00f6ffnen. Denn auch fast einzigartig: Die Besucher*innen d\u00fcrfen unbegrenzt Wasser mitbringen, das es auch zum Auff\u00fcllen unterhalb des Drusussteins gibt. Au\u00dferdem k\u00f6nnen sie bis zu einem Liter an Limo, Bier oder Wein auch in Glasflaschen (!) mit hineinnehmen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"761\" src=\"http:\/\/www.meenzer-on-tour.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/XZNW3697.jpeg\" alt=\"Zur blauen Stunde vor der Hauptb\u00fchne \u00fcber den D\u00e4chern von Mainz\" class=\"wp-image-413\" srcset=\"https:\/\/www.meenzer-on-tour.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/XZNW3697.jpeg 1000w, https:\/\/www.meenzer-on-tour.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/XZNW3697-300x228.jpeg 300w, https:\/\/www.meenzer-on-tour.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/XZNW3697-768x584.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Zur blauen Stunde vor der Hauptb\u00fchne \u00fcber den D\u00e4chern von Mainz<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Dazu sind die Getr\u00e4nkepreise extrem fair, wenn man die Preise kennt, die bei anderen Festivals aufgerufen werden. Die Speisen sind im Vergleich zu den Vorjahren ein wenig teurer geworden, daf\u00fcr wurde endlich durchg\u00e4ngig auf Plastikbesteck und -teller verzichtet. \u00dcberhaupt sind die Eintrittspreise sehr fair und familienfreundlich. Kinder unter 14 Jahren zahlen nichts und ein eigenes Kinderprogramm sorgt daf\u00fcr, dass auch die j\u00fcngeren Besucher*innen auf ihre Kosten kommen. Die schiere Menge an Kinderwagen und Buggys zeigte, dass das Angebot auch angenommen wurde. Wie beim Auto geht es beim Kinderwagen aber in Richtung \u201eSUV\u201c \u2013 vielleicht sollten n\u00e4chstes Jahr tats\u00e4chlich mal Parkpl\u00e4tze f\u00fcr diese Gef\u00e4hrte eingef\u00fchrt werden \u2013 schlie\u00dflich sollten auch Menschen mit eingeschr\u00e4nkter Mobilit\u00e4t noch etwas vom Festival mitbekommen und nicht von Buggys umzingelt werden  \u2013 gerade auf den Wallanlagen am Drususstein. Aber zur\u00fcck zur Preisgestaltung: Es gibt ein Sozialticket und wenn man 0,10 Euro pro Tag ein Jahr zur\u00fccklegt, dann hat man auch als Geringverdiener*in das Viertagesticket schon gel\u00f6st. Sehr transparent wird auch die Verwendung der Eintrittsgelder im Programmheft dargestellt. Der gr\u00f6\u00dfte Teil geht mit 25 % f\u00fcr die Veranstaltungstechnik drauf. Da das Festival seit Jahren sehr friedlich abl\u00e4uft, muss gl\u00fccklicherweise f\u00fcr Security recht wenig Geld aufgewendet werden. So bleiben am Ende ca. 17 Prozent des Eintrittspreises f\u00fcr die K\u00fcnstler*innen \u00fcbrig. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1000\" height=\"761\" src=\"http:\/\/www.meenzer-on-tour.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/UOGA8936.jpeg\" alt=\"Sch\u00fcttel\u00fcbungen bei Qi Gong morgens um zehn vor der Hauptb\u00fchne\" class=\"wp-image-415\" srcset=\"https:\/\/www.meenzer-on-tour.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/UOGA8936.jpeg 1000w, https:\/\/www.meenzer-on-tour.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/UOGA8936-300x228.jpeg 300w, https:\/\/www.meenzer-on-tour.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/06\/UOGA8936-768x584.jpeg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Sch\u00fcttel\u00fcbungen bei Qi Gong morgens um zehn vor der Hauptb\u00fchne<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Seit Jahren verpflichtet die freie Projektgruppe keine musikalischen Top Acts mehr, sondern eher Bands, die einem Massenpublikum wahrscheinlich unbekannt sind. Dadurch dass viele Genres in den vier Tagen abgedeckt werden, kommen wohl die meisten von uns auf ihre Kosten. Genauso wie man sich mal morgens auf Yoga oder Zumba einlassen kann, ist es doch auch extrem spannend, sich im Laufe des Tages auf unbekannte Bands, Theatergruppen und Kabarettistinnen und Kabarettisten zu freuen. So entsteht eine k\u00fcnstlerische Reise durch die ganze Welt. Das Sch\u00f6ne am Open Ohr ist zudem die Tatsache, dass man, mangels Publikumsmagneten, bei den meisten Konzerten auch auf der Wiese sitzen bleiben und gem\u00fctlich der Musik lauschen kann, ohne Angst haben zu m\u00fcssen, plattgetrampelt zu werden. <\/p>\n\n\n\n<p>Alles in allem waren es mal wieder eine wundersch\u00f6ne Zeit auf der Zitadelle mitten in der Stadt. Ein ganz klein bisschen z\u00e4hle ich schon die Tage bis zum n\u00e4chsten Pfingstfest. Doch davor geht es erstmal wieder ins Stadion und zur Stra\u00dfenfassenacht im sch\u00f6nen Mainz am Rhein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn wir Mainzer*innen gefragt werden, was unsere Stadt bereits seit Jahrzehnten fast einzigartig in Deutschland macht, antworten die J\u00fcngeren vielleicht das Marktfr\u00fchst\u00fcck oder die Nullf\u00fcnfer. Oder vielleicht die politisch-literarische Fassenacht? Sehr wenige Mainzer*innen werden wahrscheinlich das Open Ohr nennen, das mittlerweile zum 45. 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