{"id":205,"date":"2011-01-09T15:49:17","date_gmt":"2011-01-09T15:49:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.meenzer-on-tour.de\/blog\/?p=205"},"modified":"2019-04-11T08:40:46","modified_gmt":"2019-04-11T08:40:46","slug":"kambodscha-2011-letzter-teil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.meenzer-on-tour.de\/blog\/kambodscha-2011-letzter-teil\/","title":{"rendered":"Kambodscha 2011 letzter Teil"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sua s\u2019dei\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Poipet gilt unter westlichen Touristen sicherlich nicht als der Ort, warum man die Strapazen auf sich nimmt, um nach Kambodscha zu reisen. Poipet macht es allerdings den Touristen auch extra schwer, einen positiven ersten Eindruck von diesem Land zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als eiserne Regel in Globetrotter-Kreisen gilt, dass keine angebotene Fahrtoption gratis ist, von daher h\u00e4tte es auch mich verwundert, dass direkt hinter der Grenze ein Bus nur auf uns gewartet hat, der uns gratis zur Busstation bringen sollte. Im ersten Kapitel hatte ich bereits beschrieben, wie der Lonely Planet seine Leser auf diesen Grenz\u00fcbertritt vorbereitet und auch dieses Detail war bereits ausf\u00fchrlich erkl\u00e4rt worden, so dass wir diesen Bus ruhigen Gewissens nehmen konnten, nachdem uns versichert wurde, dass er zum \u201eInternational Tourist Terminal\u201c (ITT) fuhr, das direkt in der Stadt lag und nicht zum 8 km entfernten mitten im Nichts liegenden Poipet Tourist Passenger International Terminal (PTPIT) \u2013 einen perfekten Ort zum Abzocken von ahnungslosen Reisenden. Irgendwie erinnerte mich das Monthy Python&#8217;s \u201eDas Lebendes Brian\u201c genauer gesagt an die \u201eVolksfront von Jud\u00e4a\u201c bzw. die \u201eJud\u00e4ische Volksfront\u201c.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.christophkessel.de\/PhotoAlbum183\/ta_prohm0022.jpg\" alt=\"Endlich raus aus Poipet und ab nach Siem Reap\"\/><figcaption>Endlich raus aus Poipet und ab nach Siem Reap<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Den simpelsten Weg, einfach ein Taxi von der Grenze aus zu nehmen, blieb uns versperrt, denn in Poipet herrscht ein Kartell, das es Taxifahrern nicht erlaubt, Touristen dort aufzunehmen. Von daher war die Fahrt zur ITT unumg\u00e4nglich, wollten wir relativ schnell, problemlos weiterreisen. Mir war dies alles von meinem ersten Grenz\u00fcbertritt 2005 her unbekannt, denn schlie\u00dflich reiste ich damals mit dem Drahtesel ein \u2013 vielleicht w\u00e4re das auch dieses Mal die richtige Methode gewesen, diesem Kartell zu entgehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sei\u2019s drum, der gro\u00dfe Bus fuhr f\u00fcr uns zwei ein paar hundert Meter ins Landesinnere zur ITT, die relativ sauber und ausgestorben wirkte, da nat\u00fcrlich kambodschanische Reisende, irgendwo ein- und aussteigen, nur nicht an der f\u00fcr Touristen gebauten Busstation, in der die Fahrpreise wohl 3-mal so hoch sind, wie f\u00fcr normal sterbliche Khmer. Es gab genau drei Verkaufsschalter, wobei nur einer besetzt war und an allen drei Schaltern, standen die Fahrpreise und -ziele aufgelistet. Nat\u00fcrlich unterschieden sich die Preise \u00fcberhaupt nicht \u2013 das ist ja der Sinn eines Kartells. Angeblich wechseln die Betreiber der Busstation t\u00e4glich, so dass jeder Clan alle drei Tage abzocken darf. Die Fahrt im Bus nach Siem Reap sollte 9 US$ kosten f\u00fcr ca. 150 km. Zum Vergleich: eine Fahrt von Siem Reap nach Phnom Penh kostet im Luxusbus 7 US$ bei einer Wegstrecke von 300 km.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sicherlich lacht der Leser jetzt, denn es geht hier tats\u00e4chlich nur um Cent-Betr\u00e4ge, um die man hier gebracht wird. Diese Einstellung konnten wir uns auch leisten, nur f\u00fcr Langzeitreisende, die mit ihrem Budget haushalten m\u00fcssen, ist dies nat\u00fcrlich eine recht unangenehme Situation. Wir waren sogar so dekadent und nutzen die Dienste eines Taxis, das geteilt durch vier Personen 12 US$ pro Reisenden kosten sollte. Also w\u00fcrde das Taxi 48 US$ kosten, wenn man es komplett alleine mietet. Da der Japaner bereits verschollen war, der Frankfurter wohl nur mal kurz in Kambodscha vorbeischaute, um wieder in seine neue Heimat Thailand zu gelangen, nahmen wir das Taxi alleine f\u00fcr 40 US$. Und es ging sofort auf Tour in Richtung Siem Reap.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.christophkessel.de\/PhotoAlbum185\/angkorthom0021.jpg\" alt=\"Immer sch\u00f6n l\u00e4cheln - wir haben unser Ziel erreicht!\"\/><figcaption>Immer sch\u00f6n l\u00e4cheln &#8211; wir haben unser Ziel erreicht!<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die 150 km Reise, die vor kurzem noch bis zu 12 Stunden dauerte, da angeblich diverse Gruppen ein Interesse hatten, die Fahrt nach Siem Reap \u00fcberland m\u00f6glichst unangenehm zu gestalten, damit eine als Monopolist auftretende Airline, die zwischen Bangkok und Siem Reap fliegt, weiterhin hohe Flugpreise erzielen kann (ca. 150 US $ einfache Strecke), war nun sehr angenehm. Auf der frisch geteerten Stra\u00dfe kamen wir innerhalb von 2 \u00bd Stunden vor den Stadttoren an. Unser Taxifahrer fragte uns gar nicht, wohin er uns bringen sollte, obwohl vereinbart war, dass wir direkt vor unserem Hotel abgeliefert werden sollten. Pl\u00f6tzlich bog er rechts in einen Innenhof ab und wir wurden vom Taxi auf ein Tuk-Tuk umgeladen. Das Kartell zeigte sich hier ein letztes Mal, denn nun wurden wir nach unserer Hoteladresse gefragt und ob wir bereits gebucht h\u00e4tten. Beides bejahten wir, was zwar nicht stimmte, doch hier wird halt auf beiden Seiten mit harten Bandagen \u201egek\u00e4mpft\u201c. Neben uns und dem Tuk-Tuk-Fahrer war eine weitere Person an Bord. Da wurde uns schnell bewusst, dass das Kartell sicherlich noch mal ein paar Dollar Kommission beim Hotel einstecken wollte. Und nat\u00fcrlich wurden wir nicht zu unserem vereinbarten Hotel gebracht, sondern zu einem Etablissement, das auch Kommissionen zahlt. Dummerweise k\u00f6nnen wir lesen und sagten, die sei nicht unser Hotel. Der Kommissionsnehmer und der Kommissionsgeber des Hotels versuchten uns mit niedrigen Preisen zu \u00fcberzeugen, doch wir beharrten darauf, eine Reservierung im anderen Hotel zu haben. Irgendwann hatten alle ein Einsehen und wir wurden tats\u00e4chlich zu unserem Hotel gebracht, nicht ohne zu versuchen, f\u00fcr den Folgetag einen Deal zum Besuch der Tempel von Angkor Wat abzuschlie\u00dfen. Freundlich lehnten wir dieses \u201everlockende Angebot\u201c ab und waren froh, dass es in unserem Hotel noch Zimmer gab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Siem Reap, die Stadt ca. 8 km s\u00fcdlich der ber\u00fchmten Tempelanlagen von Angkor Wat gelegen, hatte sich innerhalb der letzten 5 Jahre an manchen Stellen stark ver\u00e4ndert. Es gab pl\u00f6tzlich eine Shopping-Mall mit Supermarkt und die Touristenmeile erinnerte nun stark an die \u201eKhao-San-Road\u201c, die Backpackerstra\u00dfe in Bangkok. Der Verkehr in der Stadt war vielleicht wegen der absoluten Hochsaison schon fast ebenfalls mit Bangkok vergleichbar, aber trotzdem war Siem Reap noch ein angenehmer Ort zum Rasten \u2013 den vielen kulinarischen Optionen und dem hohen Standard seiner Guesthouses sei Dank.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.christophkessel.de\/PhotoAlbum183\/ta_prohm0032.jpg\" alt=\"Tomb Raider l\u00e4sst Gr\u00fc\u00dfen - auch Hollywood war schon da!\"\/><figcaption>Tomb Raider l\u00e4sst Gr\u00fc\u00dfen &#8211; auch Hollywood war schon da!<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Tempel von Angkor Wat besuchten wir wie ich 2005 wieder mit dem Rad. Dies ist sicherlich die sch\u00f6nste und umweltfreundlichste Art und Weise, diese Bauwerke mitten im Dschungel zu entdecken. Nur leider kommen auf diesen Gedanken fast nur westliche Reisende. Koreaner und Chinesen zieht es gruppenweise dorthin. Nun kann man streiten was \u00e4tzender ist, von einem Bus die Abgase einmalig einzuatmen oder von einer Kette von Tuk-Tuks, mit jeweils zwei asiatischen Touristen besetzt, \u00fcberholt zu werden. Gl\u00fccklicherweise fanden wir Mittel und Wege dem Gedr\u00e4nge recht h\u00e4ufig aus dem Weg zu radeln, in dem wir Tempel besuchten, die zu bestimmten Tageszeiten \u00fcberlaufen waren, z.B. zum Sonnenauf- bzw. \u2013untergang und w\u00e4hrend des Rest des Tages fast ausgestorben waren. In diesen Momenten zeigte sich, warum Angkor Wat auch 2011 noch ein wunderbares Reiseziel ist: die Atmosph\u00e4re ist das ein und alles! Wenn man mit hunderten von Touristen auf einem Tempel sitzt und die unz\u00e4hligen Digitalkameras einen Elektrosmog der besonderen Art entwickeln, ein babylonisches Sprachgewirr herrscht und dazwischen noch Kinder versuchen Postkarten, Armreifen oder sonst einen Krimskrams loszuwerden versuchen, dann macht Angkor Wat keinen Spa\u00df. Aber wenn man mit einer Handvoll Besuchern oder sogar alleine einen Tempel aufsucht, dann h\u00f6rt man pl\u00f6tzlich nur noch Vogelgezwitscher und kann in guter Indianer Jones Manier die Bauwerke aus dem 11. und 12. Jahrhundert n. Chr. entdecken. Dies ist uns relativ oft gelungen, zumal die Tempel von Angkor Wat sich \u00fcber eine Gr\u00f6\u00dfe erstrecken, die praktisch dem gesamten Rhein-Main-Gebiet entspricht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Sch\u00f6ne an Siem Reap ist die Tatsache, dass man neben Tempeln auch andere lohnenswerte Ausfl\u00fcge unternehmen kann, so zum Beispiel nach Kompong Pluk, das Stelzendorf im Tonl\u00e9 Sap, dem See Kambodschas schlechthin. Der Pegel des Sees steigt und f\u00e4llt mit Regen- und Trockenzeit, da dieses Gew\u00e4sser mit dem ber\u00fchmten Mekong-Fluss verbunden ist. F\u00fchrt der Mekong Hochwasser vergr\u00f6\u00dfert sich die Wasserfl\u00e4che des Tonl\u00e9 Sap um das 10-fache und der Pegel steigt um mehrere Meter an. Daher haben die Fischer der D\u00f6rfer am Seeufer ihre H\u00e4user auf bis zu sieben Meter hohe Stelzen gebaut. Vor 5 Jahren war dieser Ausflug noch v\u00f6llig unorganisiert zu machen. Mit einem kleinen Boot sind wir damals die Seestra\u00dfen entlang gefahren. Heute stehen dazu gro\u00dfe Langboote zur Verf\u00fcgung, die f\u00fcr 20 Leute Platz bieten, aber zum Teil nur mit ein oder zwei Touristen belegt sind. Da bekommt man als Reisender schon ein schlechtes Gewissen, dass man die Umwelt mit so einem riesigen Kahn belastet. Umgekehrt w\u00fcrde das Sammeln von Touristen und das Platzieren dieser auf ein Boot die Umwelt deutlich entlasten und gleichzeitig viele der Dorfbewohner arbeitslos machen. Dies ist das Grundproblem, das sich in Siem Reap aber auch in anderen touristischen Zentren dieser Welt stellt: will man nachhaltigen Tourismus entwickeln, m\u00fcssen die Einheimischen auch davon profitieren. Daher kann man auch bis heute mit dem Tuk-Tuk oder dem Moped Angkor Wat besuchen \u2013 eine Umstellung auf Elektrofahrzeuge bedeutet Investitionen, die die Einheimischen nicht stemmen k\u00f6nnen. Der Bau eines neuen entfernten Flughafens soll eventuell einen Ausgleich f\u00fcr die Tuk-Tuk-Fahrer darstellen, wenn man tats\u00e4chlich irgendwann vielleicht nur noch mit Rad und E-Auto die Tempel besuchen darf \u2013 denn irgendwann wird ansonsten Angkor Wat am Abgas- und Stauproblem zu Grunde gehen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.christophkessel.de\/PhotoAlbum188\/kompongpluk0023.jpg\" alt=\"Stelzendorf Kompong Pluk\"\/><figcaption>Stelzendorf Kompong Pluk<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein unterst\u00fctzenswertes Projekt wird bereits heute am Tonl\u00e9 Sap durchgef\u00fchrt. Nur wenige Kilometer von Siem Reap entfernt befindet sich das Prek Toal Bird Sanctuary, das gr\u00f6\u00dfte Brutgebiet S\u00fcdostasiens. Dieses war akut durch die Abholzung und Eierjagd der Einheimischen bedroht, bis ein&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.samveasna.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00d6kotourismus-Projekt<\/a>&nbsp;gestartet wurde. Statt die B\u00e4ume abzuholzen und die Eier der Brutv\u00f6gel zu klauen, erhalten die Einheimischen jetzt ein festes Einkommen und sind als Ranger t\u00e4tig. Schlie\u00dflich wissen sie am besten, wo sich die Brutpl\u00e4tze befinden, haben sie diese ja jahrzehntelang bereits aufgesucht. Das Geld stammt zum Gro\u00dfteil von uns Touristen, die morgens um halb sechs vor Sonnenaufgang mit einem Boot \u00fcber den Tonl\u00e9 Sap in Richtung Vogelreservat unterwegs sind. Durch ein Wirrwarr an Kan\u00e4len gelangten wir bis auf ca. 300 Meter an die Brutpl\u00e4tze \u2013 nah genug um mit einem gro\u00dfen Fernrohr von einem Aussichtplatz in einer Baumkrone die V\u00f6gel zu beobachten und entfernt genug, um die Gefiederten nicht beim Br\u00fcten zu st\u00f6ren. In Kambodscha gibt es mittlerweile unz\u00e4hlige \u00d6kotourismusprojekte, die immer nach demselben Motto ablaufen: f\u00fcr die Einheimischen muss sich der Lebensstandard durch die Durchf\u00fchrung des Projekts verbessern, ansonsten hat das Projekt keine Chance. Genau deshalb wird bei diesen Projekten genau darauf geachtet und von daher versprechen diese Projekte auch den gew\u00fcnschten Erfolg.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.christophkessel.de\/PhotoAlbum186\/preaktoal0018.jpg\" alt=\"Im Prek Toal Bird Sanctuary -Adler auf der Flucht vor den 05ern!\"\/><figcaption>Im Prek Toal Bird Sanctuary -Adler auf der Flucht vor den 05ern!<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach einer Woche Aufenthalt in Siem Reap fuhren wir dann weiter in Richtung Hauptstadt Phnom Penh. Wie schon in Argentinien im Fr\u00fchjahr hatten wir auch hier wieder ein Panne. Doch dieses Mal mussten wir nicht in La Pampa 9 Stunden ohne viel Essen und Trinken ausharren. Vielmehr wurden wir w\u00e4hrend der 45 Minuten Sonderpause wegen eines gerissenen Keilriemens, von mitfahrenden Passagieren zu einem All-U-Can-Eat von Wassermelonen am Stra\u00dfenrand eingeladen. Dies war nur der H\u00f6hepunkt an Freundlichkeiten, die uns von den Khmer in ihrem Land entgegen gebracht wurde. Bis auf die mafi\u00f6sen Machenschaften auf der Fahrt nach Siem Reap wurden wir von nahezu allen Einheimischen freundlich und immer mit einem Lachen auf den Lippen empfangen. Siem Reap kennt den Massentourismus nun schon seit praktisch 100 Jahren und die These, dass die Einheimischen nach ein paar Jahren des Tourismus immer unfreundlicher werden, kann man in Kambodscha gl\u00fccklicherweise getrost vergessen. Nat\u00fcrlich bekamen wir auch wieder alle Arten von Dienstleistungen angeboten von Postkarten \u00fcber Tuk-Tuk-Fahrten zu Massagen oder Cold Drinks aber einmal freundlich abgelehnt war das f\u00fcr die Anbieter auch in Ordnung. Hartn\u00e4ckiges Anpreisen ihrer Angebote, wie in anderen Touristengegenden durchaus \u00fcblich, gibt es in Kambodscha nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem der Keilriemen ausgetauscht war, kamen wir nach sechs Stunden Fahrt in der kambodschanischen Hauptstadt Phnom Penh an. \u00dcbersetzt hei\u00dft die Stadt \u201ePenh Berg\u201c, aber der \u201eBerg\u201c ist nur ein H\u00fcgel, auf dem ein buddhistischer Tempel steht. Wie auch in Siem Reap lie\u00df es sich hier wunderbar schlemmen. Das Fr\u00fchst\u00fcck konnte man mit einer leckeren Nudelsuppe und \u00fcppigen Gr\u00fcnzeug sowie Rindfleischst\u00fcckchen f\u00fcr Nicht-Vegetarier beginnen. Dazu ein starker Kaffee, der wie in Laos und Vietnam etwas anders ger\u00f6stet wird als bei uns und entsprechend ganz anders schmeckt und ja es gibt auch hier, den Franzosen sei Dank, leckeres frisches Baguette und warme Croissants. Sowohl f\u00fcr Vegetarier als auch f\u00fcr Fleischesser gibt es \u00fcber den Tag verteilt die leckersten Speisen an Stra\u00dfenst\u00e4nden, in den Food Courts der Kaufh\u00e4user oder einfach im eleganten Restaurant zu sehr moderaten Preisen f\u00fcr unsere Verh\u00e4ltnisse.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.christophkessel.de\/PhotoAlbum187\/phnompenh0016.jpg\" alt=\"Endstation: Phnom Penh\"\/><figcaption>Endstation: Phnom Penh<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Etwas ganz besonderes war auch das Sylvester-Dinner in einer hippen Location in Siem Reap, das&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.nestangkor.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Nest Angkor<\/a>. &nbsp;Das eigentliche Khmer-Neujahrsfest findet im April statt, aber nat\u00fcrlich wurde auch in Kambodscha das neue Jahr standesgem\u00e4\u00df gegr\u00fc\u00dft. Das 6-G\u00e4nge-Essen bot einen kulinarischen Hochgenuss, doch das eigentlich erstaunlichste bot dann doch die Weinkarte. Neben erlesenen Tropfen aus Australien, S\u00fcdafrika, Chile und Frankreich gab es auch einen deutschen Wein zu kosten: Riesling vom Weingut Gunderloch aus Nackenheim, Rheinhessen. So war unsere Heimat pl\u00f6tzlich mitten in Kambodscha wieder ganz nah am Tisch&#8230;allerdings entschieden wir uns f\u00fcr den n\u00e4chst gelegenen Wein, der geographisch entsprechend aus Australien stammte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach ein paar Tagen des Schlemmens via Phnom Penh und Singapur sind wir nun wieder in Deutschland angekommen, das uns mit relativ angenehmen Temperaturen und Sonne \u00fcberraschte. Ich w\u00fcnsche Euch f\u00fcr 2011 ein Jahr mit vielen spannenden (Reise)Erlebnissen und bester Gesundheit!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sua s\u2019dei\u2026 Poipet gilt unter westlichen Touristen sicherlich nicht als der Ort, warum man die Strapazen auf sich nimmt, um nach Kambodscha zu reisen. Poipet macht es allerdings den Touristen auch extra schwer, einen positiven ersten Eindruck von diesem Land zu erhalten. 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